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„Liebliches Taubertal“ kämpft um Anerkennung der Ländertickets: Erneuter Appell an Bahnverantwortliche

Dieser Eintrag stammt von admin Am 15.6.2007 @ 15:52 In Verkehr, Verwaltung, Politik | Kommentarfunktion deaktiviert

Stuttgart/Nürnberg. „Das Bayern-Ticket und das Baden-Württemberg-Ticket sollen auf der Tauberbahn bzw. auf der Strecke nach Würzburg Gültigkeit haben“, wünscht sich der Geschäftsführer der Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“, Jochen Müssig. Grund: „Die Ferienlandschaft ‚Liebliches Taubertal’ ist eine Grenzregion. Einige Teile gehören zum Freistaat Bayern, andere zum Land Baden-Württemberg. Dies ist insbesondere beim Personenschienenverkehr spürbar, wenn es um die Anerkennung des Bayern-Tickets oder des Baden-Württemberg-Tickets auf der Tauberbahn bzw. auf der Bahnlinie Lauda – Würzburg (Linie 780) geht.“ Die Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“ hat sich deshalb erneut an die zuständigen Bahnstellen in Stuttgart und Nürnberg gewandt.

Die Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“ setzt seit vielen Jahren sehr erfolgreich auf die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn. Die Tauberbahn von Crailsheim über Bad Mergentheim – Tauberbischofsheim – Wertheim nach Aschaffenburg ist hierbei verbindendes Element in die angrenzenden bayerischen Regionen. Ende Februar 2007 kam die erfreuliche Nachricht, dass das Baden-Württemberg-Ticket inzwischen auch auf dem Streckenabschnitt von Wertheim ins bayerische Miltenberg Gültigkeit hat. Kreiseinwohner und Gäste der Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ können nun mit dem Baden-Württemberg-Ticket bis nach Miltenberg und von dort mit der Odenwaldbahn über Walldürn – Buchen zurück nach Lauda an die Tauber fahren. „Dieses Angebot haben wir inzwischen in eine touristische Aussage gepackt“, erläutert Geschäftsführer Müssig. Dieser Bahnrundkurs verläuft nämlich in weiten Teilen parallel zum Westring des Main-Tauber-Fränkischen Rad-Achters. „So besteht für unsere Gäste die Möglichkeit, Rad-Etappen abzukürzen oder zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen.“
Müssig weiter: „Bedauerlicherweise wird das Baden-Württemberg-Ticket auf der Strecke 780 vom Grenzbahnhof Kirchheim bis nach Würzburg nicht anerkannt. Dies ärgert natürlich häufig im Taubertal weilende Gäste. Diese müssen für ihre Fahrt vom Taubertal nach Würzburg ab Kirchheim einen Einzelfahrschein lösen, wenn sie mit dem Baden-Württemberg-Ticket unterwegs sind“. Die Anerkennung des Baden-Württemberg-Tickets wäre deshalb laut Müssig ein großer Vorteil: „Unsere Feriengäste könnten mit dem Baden-Württemberg-Ticket die attraktive Stadt Würzburg leichter besuchen und ergänzend die Leistungen der Tauberbahn in Anspruch nehmen.“

Die Anerkennung des Baden-Württemberg-Tickets käme auch den Zielen des Vorsitzenden der Touristikgemeinschaft, Landrat Reinhard Frank, entgegen, der eine stärkere Einbindung Würzburgs in das Tourismusangebot des Taubertals anstrebt. Die Grenzlage des Taubertals verhindert auch die Möglichkeit, mit dem Bayern-Ticket auf der Tauberbahn zu fahren. „Aus dem Oberzentrum Würzburg und der Stadt Schweinfurt würden sicherlich noch mehr Gäste ins ‚Liebliche Taubertal’ kommen, wenn dies mit dem Bayern-Ticket möglich wäre“, erläutert Jochen Müssig.

Die Ländertickets sind für jeweils fünf Personen gültig oder für Eltern bzw. Großeltern mit beliebig vielen eigenen Kindern und Enkeln. Das Ticket kostet nur 27 Euro und ist deshalb entsprechend attraktiv. Zur Bewerbung gibt gegenwärtig die DB Regio AG in Nürnberg die Broschüre „Franken entdecken – Die Bahn macht mobil“ heraus. Leider fehlt in dieser Broschüre das „Liebliche Taubertal“, da das Bayern-Tickets nur bis zum Bahnhof Kirchheim gilt. Die Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“ hat sich deshalb erneut an zuständige Stellen in Bayern und Baden-Württemberg gewandt und gebeten, diese Hindernisse zu beseitigen. Ein Anschreiben ging zudem an den Vorsitzenden des Tourismusverbandes Franken und bayerischen Umweltminister, Dr. Werner Schnappauf, in Nürnberg. Die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ ist einer der Gebietsausschüsse Frankens. Die Touristikgemeinschaft hat deshalb in ihrem Schreiben Präsident Dr. Schnappauf gebeten, sich für die Anerkennung des Bayern-Tickets auf der Tauberbahn einzusetzen.

Mitteilung von:

Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“
Gartenstraße 1
97941 Tauberbischofsheim
Telefon 09341/82-5806 und -5807
Fax 09341/82-5700
Elisabeth Müller
E-Mail: touristik@liebliches-taubertal.de
[1] www.liebliches-taubertal.de


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