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Prof. Würth plaudert vor Studenten aus dem Nähkästchen
Dieser Eintrag stammt von admin Am 3.7.2007 @ 18:04 In Veranstaltung, Bildung, Handel | Kommentarfunktion deaktiviert
Bad Mergentheim. „Mir macht das Geschäft mit 72 Jahren noch viel Spaß und Vergnügen, deshalb sind bei mir 15-Stunden-Tage noch immer die Regel“, erklärte Professor Dr. h.c. Reinhold Würth den MBA-Studenten in der Akademie Würth in Bad Mergentheim sein vorbildliches unternehmerisches Engagement. Der Vorsitzende des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe nimmt sich auch immer noch die Zeit, um den Führungsnachwuchs von Unternehmen der Region in einer Vorlesung mit seinen Erfolgsgeheimnissen vertraut zu machen.
Reinhold Würths Zuhörer sind Studenten, die in nur 15 Monaten an der Akademie Würth und an der amerikanischen University of Louisville in einem nebenberuflichen Zweitstudium ausschließlich in Englisch den Masterabschluss erwerben. Wie ein Blick auf die Absolventen dieses Studiums unter Leitung von Prof. Bodo Wilmes zeigt, ist es für viele von ihnen zu einem Karrieresprungbrett geworden. Wilmes setzt sich auch gezielt für die internationale Vernetzung des Studiums ein. So waren auch vier, von Wilmes in Prag betreute MBA-Studenten der „University of New York in Prag“ in Bad Mergentheim dabei, als Würth seine Zuhörer in Englisch mit den Geheimnissen der Unternehmensführung vertraut machte. Die vornehmste Pflicht des Unternehmers bzw. des Entrepreneurs ist es laut Prof. Würth, die eigene Firma profitabel zu machen und zu erhalten. Nur wenn ein Unternehmen Gewinn erziele, könne es Steuern bezahlen und seiner sozialen Verantwortung für die Mitarbeiter und die Gesellschaft nachkommen.
Der Entrepreneur, also die kreative, hochgradig engagierte Unternehmerpersönlichkeit, die mit immer wieder neuen Ideen, Produkten, Methoden, Strukturen und Vertriebswegen ihrem Unternehmen zum Erfolg verhilft, habe dabei eine besonders große Bedeutung. Reinhold Würth ermunterte seine Zuhörer, in die Rolle des Entrepreneurs zu schlüpfen. Für Prof. Würth sind die MBA-Studenten seiner Akademie, die mit großem Einsatz neben ihrer täglichen Arbeit im Unternehmen studieren, die Elite von morgen. Er appellierte an sie, Vorbild zu sein und das Klima, die öffentliche Meinung in ihrer Umgebung zu prägen, dabei aber bescheiden zu bleiben. Deutschland könne im globalen Wettbewerb nur überleben, wenn jeder mit großem Einsatz arbeite.
Die derzeitige Realität in Deutschland sehe jedoch anders aus. Für viele Bewohner sei „die Regierung für alles verantwortlich, was in ihrem Leben passiert“. Prof. Würth wörtlich: „Sie müssen daran mitarbeiten, dass sich das ändert.“ Reinhold Würth sieht aber auch erste positive Ansätze in Deutschland wie die Anhebung der Pensionsgrenze oder die Freigabe der Ladenöffnungszeiten.
Den Entrepreneur sieht Prof. Würth nicht auf die Rolle des Unternehmers im engeren Sinn beschränkt, sondern Entrepreneur müsse man beispielsweise auch als erfolgreicher Schulleiter, Chef eines Krankenhauses oder als Oberbürgermeister einer Stadt sein.
Auf die Frage, warum er selbst mit 72 Jahren die MBA-Studenten ohne Bezahlung unterrichte, erklärte er: „Ich fühle mich für die jungen Menschen verantwortlich, die künftig in ihrem Unternehmen eine wichtige Rolle spielen werden. An sie möchte ich meine Erfahrungen weitergeben.“ Die Studenten aus Tschechien waren begeistert von Prof. Würths Vortrag und zugleich „überrascht“ von seiner Offenheit.„Das ist für uns außerordentlich interessant“, erklärte beispielsweise Veronika Sadlikova.
Prof. Würth ist nicht die einzige Führungspersönlichkeit der Würth-Gruppe, die Studenten in Bad Mergentheim unterrichtet: Mit Dr. Harald Unkelbach plaudert ein zweites Mitglied der Würth-Konzernführung regelmäßig bei den Vorlesungen „aus dem Nähkästchen“.
Weitere Informationen über das Masterstudium bei Robert Leuze (Akademie Würth), Tel. (07931) 91-6720, E-Mail [1] Robert.Leuze@wuerth.com, Internet [2] www.wuerth.de/akademie/mba
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