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Nitrat-Informationsdienst: Optimal mit Stickstoff düngen
Dieser Eintrag stammt von admin Am 13.2.2007 @ 11:31 In Landwirtschaft, Umwelt, Verwaltung | Kommentarfunktion deaktiviert
Tauberbischofsheim/Bad Mergentheim. Das Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis bietet auch 2007 den Nitrat-informationsdienst (NID) an. Er ermöglicht allen Landwirten eine gezielte und optimierte Stickstoffdüngung. Die Organisation ist wie im Jahr 2006 geregelt. Jeder Landwirt zieht selbst die Bodenproben. Die Landwirte können die dafür notwendigen Geräte beim Landwirtschaftsamt in Bad Mergentheim, Austraße 6, und beim Vermessungs- und Flurneuordnungsamt des Landratsamtes in Tauberbischofsheim, Wellenbergstraße 8, abholen. Sie sollen die Bodenproben samt Geräten am selben Tag wieder zurückbringen.
Für jede Bodenprobe müssen zehn bis zwölf Einstiche gemacht werden, die Becher sollen möglichst nur halb gefüllt werden. Die Bodenproben müssen sofort nach dem Ziehen eingefroren werden, da ansonsten der Nitratgehalt steigt und die Untersuchungsergebnisse unbrauchbar werden.
Die Geräte werden ab Freitag, 23. Februar, bis Freitag, 16. März, jeweils montags bis freitags von 9 bis 10 Uhr ausgegeben und von 15.30 bis 17 Uhr angenommen. Je nach Witterung wird die NID-Aktion möglicherweise kurzfristig um eine Woche verschoben. Diese Zeiten sollten eingehalten werden, da nur dann Ansprechpartner vor Ort sind. Außerhalb dieser Zeiten können nur in Ausnahmefällen die Werkzeuge ausgegeben und die Bodenproben angenommen werden. Für den Wein- und Obstbau werden die Bodenproben etwa Mitte April angenommen, Maisflächen werden erst ab Mitte Mai beprobt.
In Wasserschutzgebieten – sowohl in Problem- als auch in Sanierungsgebieten – sind nach der Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO) Bodenproben verpflichtend vorgeschrieben und zwar nach dem Anbau von Vorfrüchten mit stickstoffreichen Ernteresten wie zum Beispiel Raps, Erbsen, Rüben ohne Blattabfuhr und Kartoffeln und zur Düngung von Mais und Kartoffeln. Des Weiteren müssen Flächen mit organischer Düngung von mehr als 1,4 Großvieheinheiten pro Hektar sowie Intensivobst- und Rebflächen beprobt werden. Die Bodenproben müssen zeitnah vor der ersten Stickstoffgabe gezogen werden. Dies bedeutet, dass die Beprobung der Winterungen früher als die der Sommerungen erfolgt. Bei Sommergetreide erfolgt die Stickstoffdüngung in der Regel zur Saat, so dass hier erst kurzfristig vor der Saat beprobt wird.
Innerhalb von zirka einer Woche, nachdem eine Probe abgegeben wurde, schickt das Labor jedem Teilnehmer eine auf Standort und Kulturart abgestimmte Düngeempfehlung zu. Die Kosten für die Untersuchung und den Transport der Proben liegen bei zirka neun Euro je Standort. Dies entspricht dem Preis, der in einem Rahmenvertrag mit dem Bauernverband vereinbart wurde.
Für weitere Fragen steht das Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis in Bad Mergentheim gerne zur Verfügung: Telefon 07931/4827-6324, -6328, -6316 oder -6336.
Mitteilung von:
Landratsamt Main-Tauber-Kreis
Büro des Landrats
Gartenstraße 1
97941 Tauberbischofsheim
Telefon 09341/82-5612
Telefax 09341/82-5690
pressestelle@main-tauber-kreis.de
[1] www.main-tauber-kreis.de
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