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Wieder mehr junge Alkoholpatienten in Kliniken behandelt

Dieser Eintrag stammt von admin Am 14.2.2007 @ 12:41 In Gesundheit | Kommentarfunktion deaktiviert

Stuttgart. In den Krankenhäusern Baden-Württembergs wurden im Jahre 2005 bei 38 148 Patienten die Folgen ihres Umgangs mit Alkohol behandelt. Das waren 854 Behandlungsfälle mehr als im Jahr 2004 (+ 2,3 Prozent). Wie das Statistische Landesamt feststellte, befanden sich unter diesen Patienten 3.193 Menschen, die das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 427 Fälle (+ 15,4  Prozent). Damit geht das erneute Anwachsen der Patientenzahl im Jahre 2005 genau zur Hälfte zu Lasten dieser Jugendlichen. Seit 2001 ist ein stetiger Anstieg der Krankenhausbehandlungen von unter 20-Jährigen wegen ihres Alkoholkonsums zu beobachten.

Als häufigster Anlass für einen alkoholbedingten Klinikaufenthalt wurden sogenannte psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol angegeben. Hierzu zählen der akute Rausch, Alkoholmissbrauch, Delirium, Abhängigkeit und das Entzugssyndrom. Mit 33 700 Fällen wurden mit dieser Diagnose 576 Patienten mehr als im Vorjahr gezählt. Allein bei den unter 20jährigen waren es 3 190 Patienten und damit 414 Fälle mehr. Während die Zunahme aller Behandlungsfälle hier 1,7 Prozent betrug, lag die Veränderungsrate bei den Jüngeren mit 15,3 Prozent doch erheblich höher.

Zwar spielt diese Diagnosegruppe bei allen Altersgruppen die wichtigste Rolle, mit zunehmenden Alter der Patienten treten allerdings auch organische Schädigungen stärker in Erscheinung – wie etwa die alkoholische Leberzirrhose –, die sich in der Regel erst nach einer langjährigen Trinkerkarriere einstellen.

Von der dynamischen Entwicklung der Krankenhausbehandlungen wegen Alkohols bei den jüngeren Patienten einmal abgesehen, sind es vor allem die Klinikaufenthalte der älteren Patienten, welche die Masse der Behandlungsfälle ausmachten. So hatten allein die 40- bis 50jährigen einen Anteil von 30 Prozent am Gesamtergebnis des Jahres 2005. Gut ein Viertel der Krankenhauspatienten sind weiblichen Geschlechts. In der jugendlichen Altersgruppe ist diese jedoch mit knapp 40 Prozent überdurchschnittlich stark vertreten.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart


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