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Stadt kauft bisheriges RBS-Gelände – RBS und Verkehrsbetriebe kooperieren künftig
Dieser Eintrag stammt von admin Am 14.2.2007 @ 17:35 In Verkehr, Verwaltung | Kommentarfunktion deaktiviert
Heilbronn. Die Stadt Heilbronn erwirbt in der Bahnhofstraße das über 1,3 Hektar große Betriebsgelände der Regional Bus Stuttgart GmbH RBS. Dieses Grundstück, so Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, „ist ein Schlüsselgrundstück für die städtebauliche Neuordnung unserer Innenstadt. Denn es hat strategische Bedeutung sowohl für eine mögliche Verlegung der Kranenstraße als auch als wichtiges Grundstück für die Bundesgartenschau 2019. Denkbar sind dort auch Parkflächen für das neue Science Center im Hagenbucher.“
Margret Mergen ist froh, dass es nach langen Verhandlungen gelungen sei, das seit 1994 existierende Ankaufsrecht auszuüben und der RBS einen geeigneten Ersatzstandort in der Georg-Vogel-Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Verkehrsbetrieben anbieten zu können. Dabei, so die Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Heilbronn GmbH, können im Rahmen einer Werkstattkooperation, Synergieeffekte genutzt werden. „Dies ist eine typische win-win-Situation für alle Beteiligten“, zeigt sich die scheidende Erste Bürgermeisterin überzeugt. Um der RBS einen Ersatzstandort anbieten zu können, waren eine Reihe von Grundstückstransaktionen in der Georg-Vogel-Straße in Böckingen notwendig.
Kooperationsvertrag zwischen Stadtwerke und Regional Bus Stuttgart
Der bereits unterzeichnete Kooperationsvertrag zwischen der RBS und den Verkehrsbetrieben sieht die Zusammenführung der beiden Werkstätten und die Verlagerung des RBS-Betriebshofes samt Verwaltung von der Bahnhofstraße zum Betriebshof des kommunalen Busverkehrs in der Georg-Vogel-Straße vor. Die Vorbereitungen für den Umzug werden 2007 getroffen, die Zusammenarbeit soll spätestens am 1. Januar 2008 beginnen.
Synergieeffekte nutzen
Bei den Überlegungen spielten für beide Partner wirtschaftliche Gründe eine wesentliche Rolle. Durch die Zusammenlegung ergeben sich deutliche Synergieeffekte in Bezug auf die Fahrzeugvorhaltung, Werkstattauslastung, Werkstattfixkosten und die Ersatzteilbeschaffung. Bei der Regional Bus Stuttgart GmbH RBS sind 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im RegionalCenter Heilbronn beschäftigt, die Verkehrsbetriebe haben 205 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Für die vom Übergang betroffenen Werkstattmitarbeiter wurden Regelungen getroffen, die ihnen die gleichen rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen zusichern, die sie derzeit als RBS-Mitarbeiter haben. Einige Mitarbeiter werden von den Stadtwerken Heilbronn GmbH übernommen, andere arbeiten im Rahmen eines Dienstleistungsüberlassungsvertrags künftig bei den SWH.
2007: Werkstatterweiterung und Bau eines Verwaltungsgebäudes
Um die Kooperation umzusetzen, bedarf es in den nächsten Monaten noch großer Anstrengungen. So müssen im Jahr 2007 in der Werkstatt der Verkehrsbetriebe die baulichen Voraussetzungen (wie z.B. der Bau einer Tankstelle, die Errichtung eines Klima-Wartungsstandes, etc.) geschaffen werden, um neben den 63 Bussen der Verkehrsbetriebe weitere 65 Busse betreuen zu können.
Für das Fahr- und Verwaltungspersonal der RBS wird ein Anbau an das bestehende Verwaltungsgebäude der SWH errichtet. Knapp eine Million Euro investieren die Stadtwerke für das neue Sozial- und Verwaltungsgebäude, das von der RBS angemietet wird. Das rund 5400 Quadratmeter große Gelände, das an das Betriebsgrundstück der SWH angrenzt, wird als Busabstellplatz umgebaut und ebenfalls langfristig durch die RBS angemietet. Die dann gemeinsam gewartete Busflotte mit mindestens 128 Fahrzeugen der RBS und der Verkehrsbetriebe ist auf einem Streckennetz von rund 1362 Kilometern Länge im Einsatz.
Mehrere Grundstückstransaktionen in der Georg-Vogel-Straße
Voraussetzung für den Umzug der RBS in die Georg-Vogel-Straße waren mehrere Transaktionen in diesem Areal. So macht die Schwabengarage als Mieterin eine städtische Fläche von rund 4000 Quadratmetern in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Stadtwerken frei. Diese Fläche und die unmittelbar angrenzende Teilfläche mit rund 1200 Quadratmetern werden als Ersatzstandort für das Betriebsgelände der RBS benötigt.
Im Gegenzug erwirbt die Schwabengarage von der Stadt als Ergänzungsfläche - nördlich an das bestehende Betriebsgelände angrenzend – eine rund 4000 Quadratmeter große Teilfläche des an die Firma Raab Karcher vermieteten Grundstücks. Die Firma Raab Karcher nutzt diese Gelegenheit, ihren Betrieb zu optimieren und an die geänderten Grundstücksverhältnisse anzupassen.
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