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„Zentrum für Demenzkranke“ in Heilbronn rückt näher: St. Elisabeth-Stiftung als mögliche Trägerin
Dieser Eintrag stammt von admin Am 30.11.2007 @ 13:45 In Gesundheit, Gesellschaft | Kommentarfunktion deaktiviert
Heilbronn-Böckingen. Heilbronn ist einem Zentrum für Demenzkranke im Stadtteil Böckingen einen großen Schritt näher gekommen. Dies ist das Ergebnis einer Sitzung der Projektgruppe unter Vorsitz von Bürgermeister Harry Mergel am heutigen Freitag im Rathaus.
Insgesamt sollen am Standort in der Nähe des Böckinger Ziegeleiparks 17 Schwerstpflegeplätze, weitere 48 Plätze in vier Hausgemeinschaften sowie sechs integrierte Tagespflegeplätze bis Frühjahr 2010 entstehen; hinzu kommen 20 ambulant betreute Wohnungen. Investiert werden hierfür insgesamt knapp elf Millionen Euro.
Das Kompetenzzentrum für Demenzkranke soll mit neuesten und innovativen Versorgungsformen für unterschiedliche Krankheitsgrade ausgestattet werden und ergänzend auch für leichter Erkrankte und ihre Angehörigen betreute Wohnmöglichkeiten bieten. Weitere Kennzeichen des Konzeptes sind Beratungsangebote, die Möglichkeit der Krisenintervention und die Beteiligung an der Diagnostik.
Voraussichtliche Trägerin wird St. Elisabeth-Stiftung aus Bad Waldsee
Trägerin des geplanten Versorgungs- und Dienstleistungszentrums soll nach dem Willen der Stadt Heilbronn die St. Elisabeth-Stiftung aus Bad Waldsee werden, die 1999 von den Franziskanerinnen von Reute gegründet wurde. Derzeit betreuen ihre 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwischen Ravensburg und Ulm rund 3.000 alte, kranke und behinderte Menschen. In Heilbronn hat die St. Elisabeth-Stiftung seit 2006 im Auftrag der Katholischen Gesamtkirchengemeinde das Management der Katholischen Sozialstation übernommen.
Enge Abstimmung mit Pflegekassen
Weitere Partner beim Kompetenzzentrum für Demenzkranke sind die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH, die das Grundstück stellt und die Gebäude errichten wird, eine neu zu gründende Demenzstiftung mit Förderverein sowie in einem zweiten Schritt die Krankenhäuser in der Region. In der Projektgruppe werden zudem von Anfang an leitende Vertreter der Pflegekassen mitwirken, da mit der Konzeption des Demenzzentrums auch bei der Finanzierung der Angebote Neuland beschritten wird.
Zentrum als Modellprojekt
Von Anfang an ist die Einbindung des Zentrums in bestehende Versorgungsstrukturen und Netzwerke der Stadt Heilbronn sowie die Verknüpfung mit ehrenamtlichen Initiativen vorgesehen. Darüber hinaus soll mit der Arbeit der Projektgruppe auch erreicht werden, dass das Zentrum für Demenzkranke in Heilbronn ein Modellprojekt mit Unterstützung des Landes und des Bundes wird. Dass das Land an dem Projekt interessiert ist, zeigt sich schon dadurch, dass ein Vertreter des Sozialministeriums Baden-Württemberg in der Projektgruppe mitwirkt.
Starke Zunahmen von Demenzerkrankungen prognostiziert
Hintergrund der Planung ist die starke Zunahme der Altersgruppen, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, an Demenz zu erkranken. In seiner Einführungsrede wies Bürgermeister Mergel darauf hin, dass nach heute vorliegenden Studien insgesamt rund sieben Prozent der über 65-Jährigen betroffen sind – dies wären allein in der Stadt Heilbronn aktuell über 1.600 Personen. Das Amt für Familie, Jugend und Senioren habe schon frühzeitig auf diese Entwicklung hingewiesen und die Schaffung eines Demenzzentrums geplant. Deshalb freue er sich sehr darüber, dass sich nun eine hochkarätig besetzte Gruppe von Fachleuten und Entscheidungsträgern bereit erklärt hat, dieses wichtige Projekt in den kommenden Monaten zu begleiten und somit zu seiner Realisierung beizutragen.
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Postfach 34 40
74024 Heilbronn
Pressereferent: Christian Britzke
Direktwahl: (07131) 56 22 88
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