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Reinhold-Würth-Hochschule Künzelsau: Roboter mit eigenem Bewusstsein?
Dieser Eintrag stammt von dn Am 18.1.2008 @ 14:39 In Bildung, Industrie | Kommentarfunktion deaktiviert
Künzelsau. In einer zweitägigen Lehrveranstaltung beschäftigten sich vergangenen Montag und Dienstag (14./15.1.2008) mehr als 50 Studierende aus den Studiengängen Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen der Reinhold-Würth-Hochschule mit den neuesten Möglichkeiten in der Automatisierungstechnik. Um den aktuellen Stand der Technik und die Trends für die Zukunft auch einmal von einer anderen Seite darzustellen, hatte Prof. Dr.-Ing. Heinz Frank den Leiter des Instituts für Computertechnik der Technischen Universität Wien, Herrn Prof. Dietmar Dietrich nach Künzelsau eingeladen.
Die Veranstaltung wurde durch die Zuwendung der Stiftung zur Förderung der Reinhold-Würth-Hochschule ermöglicht.
Am ersten Tag ging es um die Anforderungen und Möglichkeiten moderner Datenübertragungssysteme, wie sie heute z.B. im Maschinenbau, in der Energietechnik, in Gebäuden und in PkWs eingesetzt werden. Ein wichtiger Trend hierbei ist, dass die zu automatisierenden Systeme immer größer und komplexer werden.
Um die immer komplexer werdenden Systeme auch in Zukunft noch beherrschen zu können, beschäftigt sich Prof. Dietrich in einem Forschungsprojekt mit dem Nervensystem und mit der Psyche von Lebewesen. Mit der Unterstützung von Neurologen und Psychoanalytikern möchte er die wichtigsten Zusammenhänge so erforschen, dass sie auch für Ingenieure nachvollziehbar werden. Sein Ziel ist hierbei nicht, Lebewesen nachzubilden, sondern neue Strukturen für Automatisierungssysteme abzuleiten.
Dieses Thema bildete den Schwerpunkt am zweiten Tag. In lebhaften Gesprächen diskutierten die Studierenden auch darüber, ob Roboter ein eigenes Bewusstsein bekommen können. Prof. Dietrich vertrat hierbei die Meinung, dass Roboter durchaus selbständig Erfahrungen über ihr eigenes Verhalten sammeln und somit eine Art eigenes „Bewusstsein“ aufbauen können. Da diese Erfahrungen aber auf einen Roboter bezogen sind, ist dieses Bewusstsein ein völlig anderes als bei Lebewesen.
Mitteilung von:
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Martina Bräsel, Pressesprecherin
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