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Kreissparkasse Heilbronn: Geschäftsvolumen auf 7,4 Milliarden Euro ausgeweitet, Jahresüberschuss 15,5 Mio

Dieser Eintrag stammt von dn Am 28.1.2008 @ 17:09 In Bank/Versicherung | Kommentarfunktion deaktiviert

Heilbronn. Im Rahmen seiner jährlichen Bilanzpressekonferenz zeigte sich der Vorstand der Kreissparkasse Heilbronn zufrieden mit den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2007. Hans Hambücher, Vorsitzender des Vorstands der Heilbronner Sparkasse: „Wir konnten im abgelaufenen Jahr unsere Position weiter ausbauen – die Zeichen stehen auf Wachstum!“ Das Geschäftsvolumen des größten Kreditinstituts der Region stieg um 3,6 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Ebenso die Bilanzsumme – sie liegt mit einem Zuwachs von 3,0 Prozent zum 31.12.2007 bei 7,2 Milliarden Euro.   
Die Sparkasse Heilbronn konnte ihr Kreditvolumen deutlich um 5,4 Prozent weiter ausbauen. Es beläuft sich auf 4,4 Milliarden Euro. Die Kundenmittel nahmen um 2,9 Prozent zu und erreichten 5,0 Milliarden Euro. Vor allem im Geschäft mit Privatkunden, aber auch mit Unternehmen und Selbständigen konnte die Sparkasse Heilbronn ihre Marktstellung weiter ausbauen. Weitere Umschichtungen der Kunden beeinflussten die Spareinlagen, die im Jahr 2007 um 8,3 Prozent abnahmen. Termineinlagen stiegen dagegen um 21,6 Prozent, die Sichteinlagen um 14,2 Prozent.
Die Umsätze mit Wertpapieren stiegen im Jahr 2007 durch den Aufwärtstrend an den Aktienmärkten insgesamt um 25,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro an. Mit Privatkunden konnte fast eine Milliarde Euro umgesetzt werden – 27,7 Prozent oder 215 Millionen Euro mehr Wertpapierkäufe und -verkäufe als im Jahr 2006.

Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand der Kreissparkasse Heilbronn bei nach wie vor sehr hartem Wettbewerb und schwierigem wirtschaftlichen Umfeld im Einlagen- und Kreditgeschäft mit Privaten ein weiteres Wachstum. „Bei den Unternehmenskrediten streben wir sogar ein Wachstum deutlich über der erwarteten Marktentwicklung an“, erläutert Hambücher.
Die Ertragslage des Heilbronner Instituts bleibt weiterhin auf überdurchschnittlichem Niveau. Die Cost-Income-Ratio des Instituts beläuft sich im Berichtsjahr auf 61 Prozent – damit belegt die Sparkasse Heilbronn weiterhin nicht nur unter den baden-württembergischen, sondern auch unter allen deutschen Sparkassen einen guten Platz.

Im Vergleich zum Vorjahr war der Zinsüberschuss aufgrund des hohen Wettbewerbs mit 132 Millionen Euro erneut unter Druck. Demgegenüber konnte der Provisionsüberschuss auf 40 Millionen Euro gesteigert werden. Der Verwaltungsaufwand nahm im Vorjahresvergleich leicht ab – um 1 Million auf 106 Millionen Euro. Der Steueraufwand beläuft sich wie im Vorjahr auf etwa 20 Millionen Euro. „Nach wie vor ist die Kreissparkasse Heilbronn einer der größten Steuerzahler in unserer  Region“, bestätigt Hambücher.

Der Jahresüberschuss wird sich mit 15,5 Millionen Euro etwas über der Größenordnung des Vorjahres bewegen. Nach Zuführung des Jahresüberschusses wird das Eigenkapital der Heilbronner Sparkasse 372 Millionen Euro betragen, was einer Quote von 5,1 Prozent entspricht. Für das Jahr 2008 rechnet Hambücher mit einem ähnlichen Ergebnis wie im abgelaufenen Jahr: „Wir wollen in allen Kundengruppen deutlich über die erwartete Marktentwicklung hinaus wachsen, das Ergebnis stabilisieren und alle Risiken im Griff behalten!“

Zum 01.01.2008 hat die Kreissparkasse Heilbronn ihren Kundenservice mit der Schaffung einer Einheit „Mobile Beratung“ weiter verbessert. Zunächst gibt es fünf Mobile Berater, die für Beratungsgespräche zu den Kunden nach Hause oder an jeden anderen vom Kunden gewünschten Ort kommen – auch abends und an Samstagen.

Auch das Filialnetz wird weiter ausgebaut. Im Jahr 2008 wird die Kreissparkasse Heilbronn drei neue Filialen eröffnen. Neben einer Filiale in Eppingen-Kleingartach wird es auch im Heilbronner Osten einen neuen Standort geben. Zudem entsteht eine Selbstbedienungsfiliale in der Heilbronner Stadtgalerie in der Innenstadt.

Im Jahr 2007 hat die Kreissparkasse das Kapital ihrer beiden gemeinnützigen Sparkassenstiftungen „Kunst, Kultur und Denkmalpflege“ sowie „Jugend, soziale Aufgaben und Naturschutz“ weiter erhöht. Es beläuft sich zum 31.12.2007 auf jeweils 6,1 Millionen Euro. Im abgelaufenen Jahr wurden über 520.000 Euro an förderungswürdige Einrichtungen, Projekte, Initiativgruppen, Vereine und Kirchengemeinden in Stadt und Landkreis Heilbronn ausgeschüttet. Hambücher: „Insgesamt konnten wir über 200 Vorhaben in unserem Geschäftsgebiet unterstützen.“

Kreditgeschäft profitiert von guter Konjunktur

Das Kundenkreditgeschäft der Sparkasse war 2007 von zahlreichen Angriffsversuchen altbekannter, aber auch neuer Mitbewerber gekennzeichnet. Dennoch konnte das Heilbronner Institut durch aktive Ansprache ihrer Kunden überdurchschnittlich von der guten Konjunktur profitieren und das Kreditgeschäft ausweiten. Zum 31.12.2007 betrugen die gesamten Kundenkredite 4,4 Milliarden Euro. Sie liegen 228 Millionen Euro oder 5,4 Prozent über dem Niveau zum Vorjahresende. „Nicht nur Großbanken mit Strategiewechsel melden sich zurück, sondern auch andere Anbieter interessieren sich plötzlich für den Standort Heilbronn“, weiß Matthias Peschke, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Heilbronn. In der Folge würden diese vor allem über den Preis versuchen, Marktanteile zu gewinnen, so Peschke weiter. Folge davon seien weiter sinkende Margen.

Der Schwerpunkt der Investitionen der Unternehmen lag bei Erweiterungs- und Rationalisierungsinvestitionen, berichtet das für das Firmenkundengeschäft verantwortliche Vorstandsmitglied weiter. Dadurch konnten Leasing-Refinanzierungen und öffentliche Förderdarlehen mit Zuwachsraten von 73,6 Prozent bzw. 18,3 Prozent sowie mezzanine Finanzierungen über die Tochter Sparkassenbeteiligungsgesellschaft Heilbronn-Franken (SBG) überdurchschnittlich profitieren. „Im Jahr 2007 konnten wir ein steigendes Interesse an Finanzierungen im Bereich regenerative Energien bzw. Solar feststellen“, fügt Peschke hinzu. Die gute konjunkturelle Lage führte bei den Unternehmen auch zu einer deutlich verbesserten Liquiditätssituation, wovon vor allem kurzfristige Anlageformen der Kreissparkasse profitieren konnten.

Genau wie viele Unternehmen zeigt sich die Kreissparkasse Heilbronn bei der Prognose 2008 etwas vorsichtiger und skeptischer als noch für 2007. Die Stimmung bewege sich momentan eher etwas in „moll“, meint Peschke. Deshalb sei im Vergleich zum Berichtsjahr von 2008 etwas weniger zu erwarten: „Das Konsumklima muss wieder besser werden“, resümiert Peschke. Dennoch erwarte die Kreissparkasse Heilbronn im Geschäft mit Unternehmen Zuwachsraten über der erwarteten Marktentwicklung 2008.

Erneut gutes Leasingjahr

Nach dem Gewinn des von der Deutschen Leasing vergebenen Leasing Awards konnte im Jahr 2007 das Neugeschäftsvolumen bei Leasing-Verträgen nochmals um 5,5 Prozent auf 45 Millionen Euro gesteigert werden. „Dies ist im Bereich Mobilien-Leasing das höchste Neugeschäftsvolumen in der Geschichte der Heilbronner Sparkasse“, verkündet Peschke. Bei der Anzahl der Leasing-Verträge konnte ein Zuwachs um 21,8 Prozent erzielt werden. Vor allem im Bereicht der Informationstechnologie wird Leasing zunehmend genutzt – in diesem Bereich gibt es die höchsten Zuwachsraten. „Leasing wird im Bereich Mobilien eine immer wichtiger werdende Finanzierungsalternative“, fasst Peschke zusammen.

Photovoltaik – Kunden und Sparkasse sparen CO2

Mit der Aktion „Wie viel Geld schlummert auf Ihrem Dach?“ hatte die Kreissparkasse Heilbronn ihren Firmen- und Gewerbekunden zwischen Mai und Juli 2007 ein besonderes Angebot zur Photovoltaik, der Produktion von Strom mit Solaranlagen, unterbreitet. Zum einen bot sie ihren Kunden an, eine Solaranlage für den Eigenbetrieb zu installieren – inklusive Finanzierung mit äußerst günstigen Konditionen, auch unter Einbeziehung von öffentlichen Fördermitteln. Zum anderen gab es das Angebot, das eigene Dach an eine Betreibergesellschaft zu verpachten. Die Kreissparkasse Heilbronn fungierte hierbei als Vermittler. „Die große Resonanz hat uns gezeigt, dass unsere Kunden für dieses Thema sensibilisiert und aufgeschlossen sind“, erläutert Peschke. Es gab über 100 interessierte Firmen, Anlagen mit einem Volumen von über 5 Millionen Euro wurden in diesem kurzen Zeitraum finanziert. Deshalb wird die Sparkasse auch im Jahr 2008 ein ähnliches Projekt auf den Weg bringen.

Das Heilbronner Institut geht dabei selbst mit gutem Beispiel voran. Im März 2008 wird sie auf neun Filialen und ihrer Hauptstelle Photovoltaikzellen installieren. „Mit der Errichtung der Photovoltaikanlage trägt die Kreissparkasse Heilbronn aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz bei“, berichtet Peschke. Auf einer Dachfläche von über 1.800m² werden Photovoltaikanlagen mit ca. 200 kW realisiert, die im Jahr ca. 180.700 kWh produzieren können. Der Einsatz der Anlage führt zu einer CO2-Einsparung von etwa 64 t pro Jahr. Die Kreissparkasse Heilbronn investiert dafür rund eine Million Euro. „Alle Aufträge werden dabei an örtliche Betriebe vergeben“, so Peschke weiter.

ExistenzgründungsCenter geht an den Start

Ab dem 01.07.2008 kann die Kreissparkasse Heilbronn mit einem eigenen ExistenzgründungsCenter aufwarten. „Damit wollen wir zur nachhaltigen Entwicklung und Begleitung junger Unternehmen in der Startphase beitragen und den Risiken des Existenzgründersegments gerecht werden“, begründet Peschke die Entscheidung des Heilbronner Instituts. Erfolgreiche Jungunternehmer leisteten einen Beitrag zum Wirtschafts-wachstum und schufen Arbeitsplätze, so der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende weiter. „Diese Leistungen verdienen eine besondere Förderung, deshalb wollen wir die regionale ‚Gründerszene’ stärken“, führt Peschke weiter aus. Die neue Abteilung wird die Arbeit zunächst mit vier Mitarbeitern – einem Abteilungsleiter, zwei Firmenkundenberatern und einem Assistenten – aufnehmen.

Internationale Wochen im März 2008

Mit dreizehn Mitarbeitern vor Ort und über den Kontakt zum Country Desk, dem internationalen Netzwerk der deutschen Sparkassen, kann die Kreissparkasse ihren Firmenkunden alle Leistungen rund um das Import- und Exportgeschäft aus einer Hand anbieten – laut Peschke ein einzigartiges Angebot in der Region Heilbronn. Im Rahmen der Internationalen Wochen im März 2008, die deutsche Sparkassen „von der Nordseeküste bis zum Alpenrand“ durchführen, organisiert die Kreissparkasse Heilbronn zwei Veranstaltungen. So besucht zum Beispiel eine indische Unternehmerdelegation die Region. Peschke: „Die Firmeninhaber wollen mit deutschen Unternehmen zusammentreffen, ins Gespräch kommen und eventuell künftige Geschäftspartner für Exporte, Importe und Investitionen finden.“

Rekordjahr bei der Sparkassenbeteilungsgesellschaft

Das auf Beteiligungskapital spezialisierte Tochterunternehmen Sparkassenbeteiligungsgesellschaft Heilbronn-Franken (SBG) hatte im Jahr 2007 ihr bisher bestes Geschäftsjahr. Allein im Berichtsjahr konnten 26 Beteiligungen in Höhe von 7,8 Millionen Euro gewonnen werden. Ursächlich für diesen Erfolg war vor allem das neue Produkt Smart Equity, bei dem den Kunden bereits ab 50.000 Euro der Einstieg in mezzanine Finanzierungsformen ermöglicht wird. Peschke: „Wir haben Handling und Beschlussfassung vereinfacht und bieten eine attraktive Preiskomponente für gute Bonitäten.“ Die SBG begleitet zum 31.12.2007 insgesamt 47 Unternehmen verschiedener Branchenklassen und Größen mit einem Gesamtvolumen von 14,1 Millionen Euro. Auch für 2008 erwartet der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands ein weiteres Wachstum der SBG.

Kundenmittel erneut ausgebaut

Die Kundenmittel bei der Kreissparkasse Heilbronn liegen über dem Niveau vom Vorjahresende und belaufen sich zum 31.12.2007 auf 5,0 Milliarden Euro. Der Zuwachs beträgt 2,9 Prozent oder 140 Millionen Euro. Spareinlagen nahmen insgesamt um 177 Millionen Euro ab und belaufen sich zum 31.12.2007 auf 2,0 Milliarden Euro. Die Gesamtzahl der Geldmarktkonten nahm leicht zu und liegt bei 22.401 Stück. Das Volumen nahm im Vergleich zum 31.12.2007 um 76 Millionen Euro ab und beläuft sich Ende Dezember 2007 auf 347 Millionen Euro. Bei den Privatkunden liegt die Zunahme der Einlagen bei 2,2 Prozent. „Das Einlagengeschäft war hier geprägt von einer steigenden Nachfrage nach kurzfristigen Anlagen“, berichtet Bernhard Steck, Mitglied des Vorstands der Kreissparkasse Heilbronn. Darin spiegele sich die aktuelle Zinsstruktur wieder, nach der im kurzfristigen Anlagebereich nahezu dieselben Renditen erzielt werden könnten wie im langfristigen Segment. „Daher waren unsere Sparkassenbriefe mit kürzeren Laufzeiten sowie das Zuwachssparen 18 Monate besonders gefragt“, erklärt Steck. Auch die Inhaberschuldverschreibungen erfreuten sich laut Steck großer Beliebtheit . „Auch im Jahr 2008 warten wir monatlich mit Extra-Angeboten auf, die immer Top-Konditionen haben und den Vergleich mit unseren Mitbewerbern nicht scheuen müssen“, so das Vorstandsmitglied weiter.

Wertpapierumsätze mit Kunden bei 1,2 Milliarden Euro

Der DAX konnte seinen 2003 begonnenen Aufwärtstrend auch im Jahr 2007 fortsetzen und markierte ein neues Rekordhoch. Diese Entwicklung spiegelt sich auch bei den Wertpapierkäufen und -verkäufen der Kunden der Kreissparkasse Heilbronn wider. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen sie deutlich um 25,2 Prozent und belaufen sich zum 31.12.2007 auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Steck: „Das gute Jahr an der Börse sorgte für eine kräftiges Absatzvolumen bei Investmentfonds.“ Insgesamt konnten 751 Millionen Euro umgesetzt werden – mehr als das Doppelte als noch 2006. Dagegen stagnierten festverzinsliche Wertpapiere. „Unseren Kunden erschienen Anlagen in Aktien oder Investmentfonds lukrativer“, erklärt Steck. Die Anzahl aller von der Sparkasse verwahrten Kundendepots inklusive DekaBank Depots stieg im Jahr 2007 um 4,2 Prozent auf über 52.000 Stück. In diesen Depots verwahren die Kunden der Kreissparkasse Heilbronn insgesamt fast 1,5 Milliarden Euro an Wertpapiervermögen – über 145 Millionen mehr als noch 2006.

Fünf Mobile Berater im Geschäftsgebiet unterwegs

Nachdem die Kreissparkasse bereits im Jahr 2005 den ersten Mobilen Berater im Bereich Eppingen eingesetzt hat, erfolgte zum 01.01.2008 der Start einer eigenen Einheit „Mobile Beratung“. Die Kreissparkasse Heilbronn nimmt dabei an der Konzeption und Pilotierung des Projekts „Vertriebsoffensive Mobiler Vertrieb“ des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) teil und hat die Federführung in Baden-Württemberg übernommen. Fünf Berater sind im ganzen Sparkassen-Geschäftsgebiet unterwegs und kommen zum Kunden nach Hause oder zu jedem anderen Ort, den der Kunde wünscht. „Wir haben kundenfreundliche Beratungszeiten, unsere Berater sind selbstverständlich auch abends und am Samstag unterwegs“, berichtet Steck. Dabei werde das Filialangebot nicht eingeschränkt. Jeder Kunde könne nach wie vor alle Vertriebskanäle der Sparkasse nutzen, ob Filiale, Selbstbedienungsgeräte, Internet, Telefon oder den Mobilen Berater – ganz nach seinen persönlichen Präferenzen. „Kein Anbieter in der Region verfügt über dieses Leistungsspektrum“, so Steck weiter. Erste Kunden konnten bereits gewonnen werden. Steck: „Die Reaktionen auf unser Angebot sind durchweg positiv!“ Ein weiterer Ausbau der Einheit „Mobile Beratung“ ist bereits in konkreter Planung.

Neues Kompetenzzentrum für Freiberufler

Seit 2007 gibt es bei der Kreissparkasse Heilbronn ein neues Konzept zur Betreuung der Freiberufler. Steck: „Jedem Freiberufler steht ein Anlage- und ein Kreditspezialist gemeinsam als Beraterteam zur Seite.“ Durch eine speziell auf die Zielgruppe zugeschnittene Ausbildung und ihre Erfahrung könnten die Berater zum einen auf die speziellen Bedürfnisse von Freiberuflern optimal eingehen. Zum anderen könnten sowohl maßgeschneiderte Finanzierungsmodelle als auch steuer- und ertragsoptimierte Anlageempfehlungen entwickelt und miteinander verknüpft werden. Durch die Vernetzung von betrieblichen und privaten Fragestellungen im Anlage- und Kreditbereich würden die freiberuflichen Kunden durch dieses Beraterteam noch intensiver und kompetenter betreut als bisher. „Wir sind damit der zentrale Partner für alle privaten und geschäftlichen Angelegenheiten der Freiberufler, führt Steck aus. Das angebotene Betreuungsmodell der Kreissparkasse Heilbronn, so das Feedback vieler Freiberufler, sei einmalig in der Region.

Immobiliengeschäft im Aufwind

Trotz Nachwirkungen durch die Streichung der Eigenheimzulage und die Mehrwertsteuererhöhung lief im Jahr 2007 das Vermittlungsgeschäft der Kreissparkasse Heilbronn bei Immobilien besser als noch im Jahr zuvor. Steck: „Wir konnten unsere Stellung als größter Immobilienmakler in der Region festigen!“ Mit 218 Stück liegt die Anzahl der verkauften bzw. vermieteten Objekte um 9,5 Prozent über dem Ergebnis im Vorjahreszeitraum. Bei einem großen Angebot von Immobilien wurden Einfamilienhäuser in einer Preisspanne von 200.000 und 300.000 Euro und Eigentumswohnungen mit Wohnflächen zwischen 80 und 100 m² nachgefragt. Auch im gewerblichen Bereich war das Jahr 2007 von Erfolg gekrönt. Sowohl bei den Stückzahlen als auch beim Objektwert konnten zweistellige Zuwachsraten erzielt werden.
Die Entwicklung des Immobiliengeschäfts spiegelt sich auch in der Nachfrage nach langfristigen Krediten von Privatkunden wider. Durch den Einbruch im Wohnungsbau, der durch den Wegfall der Eigenheimzulage und die höhere Mehrwertsteuer zu erklären ist, nahmen die Darlehenszusagen für die Finanzierung des Wohnungsbaus zwar insgesamt um 11,2 Prozent ab. Beim Kauf und Erwerb von Wohneigentum gab es aber eine Zunahme der Darlehenszusagen um 136 Prozent. „Mit attraktiven Sonderkreditprogrammen und dem kompetenten Rundumservice unserer fünf ImmobilienCenter sind wir weiterhin nah bei unseren Kunden“, führt Steck weiter aus.

Personalausweitung bei der Versicherungsagentur

Erst seit zwei Jahren ist die Versicherungsagentur der Kreisspar-kasse Heilbronn am Markt und musste ihr Personal bereits von ursprünglich 13 auf 22 Mitarbeiter aufstocken. „Unsere Kunden schätzen es, das Versicherungsgeschäft bei ihrem Berater vor Ort abwickeln zu können“, erklärt Steck. Zu komplexen Beratungsgesprächen werden Spezialisten aus der Ver-sicherungsagentur hinzugezogen. Damit erhielten die Sparkassenkunden alle Finanzdienstleistungen aus einer Hand. Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, können den Kunden neben Angeboten der SV SparkassenVersicherung auch Versicherungslösungen weiterer zehn Kooperationspartner zur Verfügung gestellt werden. „Somit können wir für jeden Kunden eine individuelle Lösung erstellen“, so Steck weiter. Im Jahr 2008 werde die lebenslange Rentenversicherung – im Idealfall fondsgebunden – an Bedeutung gewinnen. Grund hierfür sei die Einführung der so genannten “Abgeltungssteuer”, die ab 2009 die Besteuerung von privaten Kapitalanlegern völlig neu regelt.

Onlinebanking immer beliebter

Bei der Kreissparkasse Heilbronn gibt es zum 31.12.2007 insgesamt 244.876 Girokonten, davon 226.029 Privatgirokonten. Bei den Privatkonten gab es einen Zuwachs von 2,0 Prozent, Konten für Firmen- und Gewerbekunden legten um 0,7 Prozent zu. Das Onlinebanking wird immer beliebter. „Im Jahr 2007 wuchs die Zahl der Zahlungsaufträge im Onlinebanking um 8,4 Prozent“, berichtet Sparkassen-Vorstand Dr. Thomas Braun. Auch die Zahl der aktiven Konten steige immer mehr an. Fast 40 Prozent aller Girokonten von Erwachsenen werden derzeit bei der Heilbronner Sparkasse online geführt – Tendenz weiter steigend.

Das Girokonto wird zum Europakonto

Im Januar 2008 startet die Kreissparkasse Heilbronn mit neuen SEPA-Angeboten. SEPA steht für „Single Euro Payments Area“ und bezeichnet den einheitlichen europäischen Zahlungs-verkehrsraum. In diesem können alle Kunden der Heilbronner Sparkasse Euro-Zahlungen in 31 europäischen Staaten schneller und einfacher abwickeln. Ab 28. Januar 2008 können Kunden die SEPA-Überweisungen nutzen. Dafür benötigen sie ein Formular, das sie bei ihrer Sparkasse erhalten und das sowohl für Inlands- als auch Auslandsüberweisungen gilt. Das Geld wird dem Empfänger dann binnen ein bis zwei Geschäftstagen gutgeschrieben – europaweit. Ab Jahresmitte können SEPA-Überweisungen auch per Online-Banking getätigt werden. Mit bequemen Zusatzfunktionen wie Eil- und Terminüberweisungen macht die Heilbronner Sparkasse den europäischen Zahlungsverkehr dann noch komfortabler. Zudem können die Kunden mit ihrer SparkassenCard an vielen zusätzlichen Geldautomaten im europäischen Ausland Geld abheben und bei mehr Händlern als bisher mit SparkassenCard und Geheimzahl (PIN) bezahlen. „Ab 2009 wird es sogar möglich sein, europaweit Geld per Lastschrift einziehen zu lassen,“ gibt Dr. Braun einen Ausblick. Für die große Mehrzahl der Privatkunden wird sich durch SEPA allerdings nichts ändern. „Wir empfehlen allen Kunden, auch künftig für Überweisungen im Inland die bisherigen Vordrucke zu verwenden“, so der Sparkassen-Vorstand.

Sparkasse hat 2008 wieder über 100 Filialen

Im Jahr 2007 hat die Heilbronner Sparkasse die Komplettumbauten bei den Filialen Wüstenrot-Neuhütten, Langenbrettach-Brettach, Neckarsulm-Neuberg und Heilbronn Sontheim-Ost fertig gestellt. Bei weiteren sieben Filialen standen Teilumbauten an. Auch in der Hauptstelle waren im Süd- und Mittelbau Renovierungsarbeiten im Gange. „Rund 10 Millionen Euro haben wir dafür investiert“, erklärt Dr. Braun. Ganz bewusst werden grundsätzlich alle Aufträge an heimische Unternehmen vergeben, so der Sparkassenvorstand weiter.
Im Jahr 2008 wird die Kreissparkasse Heilbronn drei neue Filialen eröffnen. Neben Eppingen-Kleingartach wird auch im Heilbronner Osten ein neuer Standort entstehen. Beide mitarbeiterbesetzte Filialen sollen im Mai bzw. Juni in Betrieb genommen werden. Zudem gibt es eine neue Selbstbedienungsfiliale in der im März 2008 eröffnenden ECE-Stadtgalerie in der Heilbronner Innenstadt. „Damit weiten wir unser Filialnetz auf über 100 Standorte in der Stadt und im Landkreis Heilbronn aus“, berichtet Dr. Braun. Dies sei ein deutliches Zeichen in Zeiten, in denen eher von Filialschließungen und Filialzusammenlegungen gesprochen werde. Die Kreissparkasse Heilbronn investiere weiter in ihren wichtigsten Vertriebsweg – die Filiale, in der sie den Kontakt zu ihren Kunden vor Ort von Angesicht zu Angesicht pflege, und nicht ausschließlich per Telefon oder E-Mail. Bei weiteren acht Filialen stehen Umbaumaßnahmen an. Heilbronn Böckingen-Kreuzgrund, Schwaigern-Stetten, Ittlingen, Untereisesheim sowie Pfaffenhofen werden komplett neu gestaltet.

Mitarbeiter- und Ausbildungszahl weiter erhöht

Zum Jahresende 2007 waren 1.637 Mitarbeiter beim größten Geldinstitut der Region beschäftigt – 48 mehr als 2006. Vor allem in der Beratung und Betreuung ihrer Kunden hat die Kreissparkasse aufgestockt. „Allein in den Marktbereichen haben wir im Jahr 2007 55 neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt“, erläutert Hambücher. Dazu kämen noch die neuen Auszubildenden.
Am 24. August 2007 begann für 48 junge Leute die Ausbildung bei der Kreissparkasse Heilbronn. Damit liegt die Zahl aller Auszubildenden beim größten kaufmännischen Ausbildungs-betrieb der Region Heilbronn-Franken zum Jahresende bei 119. Im Vergleich zu ihrem Jubiläumsjahr 2006 hat die Sparkasse die Neueinstellungen von Auszubildenden erneut leicht erhöht und investiert damit weiter in die Zukunft. Hambücher: „Als größtes Dienstleistungsunternehmen dieser Region brauchen wir weiterhin qualifizierte und engagierte Mitarbeiter, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden”. Die Sparkasse biete eine interessante und hochqualifizierte Ausbildung und stelle sich damit auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, so der Sparkassenchef weiter. Die 48 neuen Kollegen werden in den Berufen Bankkaufmann/-frau (23), Finanzassistent/-in (14) und Bachelor of Arts bzw. of Science an der Berufsakademie Mosbach (11) ausgebildet.

Stiftungskapital erneut erhöht

Auch im Jahr 2007 hat die Kreissparkasse Heilbronn das Kapital ihrer beiden Stiftungen um jeweils 500.000 Euro erhöht. Damit verfügen „Jugend, soziale Aufgaben und Naturschutz“ sowie „Kunst, Kultur und Denkmalpflege“ über ein Stiftungskapital von 12,2 Millionen Euro. Zielsetzung der weiteren Verstärkung der Kapitalbasis ist es, den Stiftungszweck beider Stiftungen durch eine intensivere Unterstützung von Institutionen und Projekten noch umfassender als bisher erfüllen zu können. „Wir wollen in einer Zeit, in der Gemeinwohlorientierung der öffentlich-rechtlichen Sparkassen immer wieder in die Diskussion gerät, ein klares Zeichen setzen“, so Hambücher. Im Jahr 2007 wurden über 520.000 Euro an förderungswürdige Einrichtungen, Projekte, Initiativgruppen, Vereine und Kirchengemeinden in Stadt und Landkreis Heilbronn ausgeschüttet. Hambücher: „Insgesamt konnten wir über 200 Vorhaben in unserem Geschäftsgebiet unterstützen.“
Aus Anlass des 130-jährigen Bestehens der Sparkasse Heilbronn im Jahr 1986 wurden zwei Stiftungen gegründet. Eine Stiftung zur Förderung von Kunst, Kultur und Denkmalpflege und eine, die sich der Förderung der Jugend und sozialen Aufgaben und seit 1996 auch dem Naturschutz verschrieben hat. Beide Stiftungen begannen mit einem Kapital von jeweils 2 Millionen Mark, das sukzessive auf heute 6,1 Millionen Euro aufgestockt wurde. Das Kapital der beiden Sparkassenstiftungen wird vom Team der hauseigenen Vermögensverwaltung gemanagt. Neben den beiden Sparkassenstiftungen betreuen die Vermögensverwalter der Sparkasse weitere Stiftungen – mit zunehmend steigender Tendenz.

Geschäftspolitik basiert auf Fairness, Menschlichkeit und Nähe

Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) hat es anlässlich des Deutschen Sparkassentages 2007 verkündet: Vertrauen und Zufriedenheit sollen künftig noch stärker die Kundenbeziehungen der deutschen Sparkassen prägen. Die Leitlinien, an denen sich die Geschäftspolitik der Sparkassen orientiert, werden geprägt von den Begriffen „Fair. Menschlich. Nah.“ Auch die Kreissparkasse Heilbronn steht hinter diesem Motto. Eine faire Partnerschaft bedeute für die Sparkassen beispielsweise, sich jederzeit verlässlich und berechenbar zu verhalten, erläutert Hambücher. „Bei uns gibt es keine Lockvogel-Angebote und keine Mogelpackungen. Unsere Kunden werden nicht mit vermeintlich kostenlosen Leistungen gelockt, um dann bei Zusatzleistungen erhöhte Preise bezahlen zu müssen“, so der Sparkassen-Chef. Ziel einer fairen Partnerschaft sei die lebenslange Geschäftsbeziehung zum Kunden. Hambücher: „Im Zentrum unserer Geschäftspolitik steht nicht das schnelle Einmal-Geschäft, sondern langfristige Geschäftsbeziehungen mit Privaten, Selbstständigen und Unternehmen.“ Dies bedeute auch, dass der Kunde sicher sein könne, nicht einfach zu anderen Vertragspartnern weitergeleitet zu werden: „Es entspricht nicht unserer Geschäftspolitik, vertragsgemäß bediente Kredite ohne Zustimmung der Kunden an Dritte zu verkaufen und so dem Kunden ungewollte Vertragspartner aufzudrängen.“
Die Kreissparkasse Heilbronn werde darüber hinaus die persönliche Beratung weiter intensivieren und verbessern. Sie gebe so den anonymen Finanzdienstleistungen ein menschliches Gesicht. „Wir pflegen den Kontakt zu unseren Kunden vor Ort. Sie können mit uns von Angesicht zu Angesicht kommunizieren – und nicht ausschließlich per Telefon oder E-Mail,“ erklärt Hambücher. Mit rund 16.000 Geschäftsstellen und über 24.000 Geldautomaten haben Sparkassen mit Abstand das dichteste Netz in Deutschland. „Der nächste Geldautomat, an dem Sparkassenkunden überall in Deutschland kostenlos Geld abheben können, ist immer um die Ecke – direkter geht es nicht.“ Aus diesem Blickwinkel heraus seien die Sparkassen die wahren Direktbanken.

Mitteilung von:
Kreissparkasse Heilbronn
Natalie Schuler-Perrin (Kommunikation)
Am Wollhaus 14
74072 Heilbronn
Telefon 07131 638-1812
Telefax: 07131/638-1597
[1] natalie.schuler-perrin@spk-hn.de
[2] www.sparkasse-heilbronn.de


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