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Das Colosseum in Rom: Vortrag am 1. März im Kloster Bronnbach
Dieser Eintrag stammt von admin Am 22.2.2007 @ 15:10 In Kultur, Veranstaltung, Sonstiges | Kommentarfunktion deaktiviert
Wertheim/Würzburg. Das Colosseum in Rom ist eines der bekanntesten Bauwerke der Erde. Es hat einen wechselvollen Weg hinter sich, auf dem es von der Gladiatorenarena zur christlichen Märtyrerstätte wurde. Prof. Dr. Ulrich Sinn vom Institut für Altertumswissenschaften der Julius-Maximilians-Universität Würzburg wird diesen Weg in einem Vortrag am Donnerstag, 1. März, um 19.30 Uhr im Prälatensaal des Klosters Bronnbach nachzeichnen. Die Veranstaltung gehört zur Wintervortragsreihe des Universitätsbundes Würzburg.
Worum geht es? Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. waren publikumswirksame Darbietungen wie Gladiatorenkämpfe, Tierhatzen und schließlich auch nachgestellte Seeschlachten aus dem Alltagsleben in Rom nicht mehr fortzudenken. Nachdem der große Brand zur Zeit des Kaisers Nero weite Teile des Stadtzentrums verwüstet hatte, bot sich seinem Nachfolger Vespasian die Möglichkeit, die lang ersehnte Spielstätte unweit des Forum Romanum zu errichten – das Colosseum. Nach knapp zehnjähriger Bauzeit konnte sein Nachfolger Titus das gewaltige Amphitheater im Jahr 80 n. Chr. festlich einweihen. Getreu dem Motto „Brot und Spiele“ nutzten die Kaiser das Colosseum bis in die Spätantike hinein.
Als sich im mittelalterlichen Rom der Konflikt zwischen Papst und Kaiser, zwischen weltlicher und kirchlicher Dominanz in der Stadt zuspitzte, geriet auch das Colosseum zwischen die Fronten: Der republikanische Senat erblickte in dem noch immer imposanten Bau ein Sinnbild der einstigen Größe Roms; der Kirchenstaat tat alles, um die Arena rückblickend in Verruf zu bringen, verbreitete Nachrichten über hier einst vollzogene grausame heidnische Rituale und forderte den Abriss. Erstaunlicher Pragmatismus auf beiden Seiten rettete schließlich die Bausubstanz. Der Vortrag beschreibt die Entwicklung, die es ermöglichte, dass das Colosseum als Beispiel ausgefeilter römischer Baukunst bewundert werden kann, ohne dass die hier jährlich vom Papst angeführte Karfreitagsprozession als Fremdkörper empfunden wird.
Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei. Veranstalter sind der Universitätsbund Würzburg und der Main-Tauber-Kreis. Nähere Informationen sind erhältlich beim Kloster Bronnbach, Verwaltung im Prälatenbau, Bronnbach 9, 97877 Wertheim, Telefon 09342/9352021, E-Mail: [1] kultur@main-tauber-kreis.de, [2] www.kloster-bronnbach.de.
Mitteilung von:
Landratsamt Main-Tauber-Kreis
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