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IHK zu geplanten Streckenkürzungen im Personenzugnahverkehr
Dieser Eintrag stammt von admin Am 26.1.2007 @ 12:50 In Allgemein | Keine Kommentare
Heilbronn. Am Freitag hat die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg die neuen Fahrpläne im Zugnahverkehr auf der regionalen Fahrplankonferenz in der Heilbronner IHK vorgestellt. Trotz Kürzungen der Zugfahrpläne erkennt die IHK Heilbronn-Franken die Bemühungen des Landes an, die Kürzungen ohne Streckenstilllegungen durchzuführen. Die Fahrplankonferenz machte auch deutlich, dass die Region Heilbronn-Franken überproportional von den Kürzungen betroffen ist. Dies ist für die IHK nicht akzeptabel. Auch von ihrer Forderung nach einer mittelfristig besseren Anbindung an den Zugfernverkehr wird die IHK nicht abrücken.
„Es gibt in der Region Heilbronn-Franken keinen ICE-Bahnhof. Der Personenfernverkehr fährt unsere Region nicht an. Deshalb ist für uns der Personennahverkehr auf der Schiene von zentraler Bedeutung. Wir sind sehr viel stärker als andere Regionen auf einen intakten Personennahverkehr angewiesen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger bei der Vorstellung der Pläne.
Die Fahrplankonferenz hatte ergeben, dass die Region überproportional von den Streckenkürzungen betroffen ist. „Dies ist für uns nicht akzeptabel. Hier muss das Land nachbessern“, betonte Metzger.
Ausgelöst wurden die Kürzungen im Schienenpersonennahverkehr durch den Bund, der jährlich 70 Millionen Euro für Baden-Württemberg an Regionalisierungsmitteln gestrichen hat. Das Land hat die Auswirkungen dieser Streichung zunächst durch Umschichtungen von Haushaltsmitteln in der Größenordnung von 56 Millionen Euro abgefangen. Die Kürzungen im Schienenpersonennahverkehr machen deshalb für das ganze Land ein Volumen von 14 Millionen Euro aus.
Kürzungen schmerzen immer. Doch sei ein differenzierter Blick auf die geplanten Änderungen notwendig. Die IHK begrüße es ausdrücklich, dass es zu keinen Streckenstilllegungen gekommen sei. Denn: Eine Strecke, die einmal stillgelegt ist, könne nur schwer reaktiviert werden.
Zudem habe das Land dadurch Zeit für ein differenziertes Vorgehen gewonnen, dass die Kürzungen beim Schienenpersonennahverkehr erst ab Juni 2007 wirksam würden.
„Das Land hat zusammen mit der Nahverkehrsgesellschaft und der DB Regio AG einen Kahlschlag vermieden und ist mit Augenmaß an die Kürzung der Zugfahrpläne herangegangen“, erklärte Metzger. „An normalen Wochentagen sind Kürzungen weitgehend vermieden worden. Die Kürzungen werden vor allem an Samstagen stattfinden. Damit ist der normale Geschäftsreiseverkehr, der Pendlerverkehr und der Schülerverkehr weitgehend verschont geblieben.“
Besonders wichtig für die Region: Die schnellen Regionalexpresszüge sind bis auf den Samstagsverkehr erhalten geblieben.
Kritik übte Metzger daran, dass die Regionen mit den Kürzungsplänen vor vollendete Tatsachen gestellt worden sind. Besser wäre es gewesen, wenn man sich mit den regionalen Partnern vorab abgestimmt hätte.
Eine weitere Benachteiligung der Region sei nicht hinnehmbar. Deshalb müssen einzelne Kürzungen des Schienenpersonenverkehrs nach Auffassung der IHK nochmals überdacht werden. Dies gelte vor allem für die Streichungen bei der Tauberbahn an den Wochenenden. Für das Taubertal habe der Tourismus eine ganz besondere Bedeutung. Auch für Probleme bei der Schülerbeförderung nach Möckmühl müssten Lösungen gefunden werden. „Dies gilt möglicherweise auch für weitere Strecken, die sich nach einer eingehenden Betrachtung der Streichungspläne ergeben“, so Metzger weiter.
Die Region habe im Personennahverkehr nach wie vor ein Defizit. „Es bleibt daher bei unserer Forderung nach Ausbau des Personennahverkehrs in der Region. So darf beispielsweise der Ausbau der Strecke Heilbronn–Würzburg nicht auf die lange Bank geschoben werden“, adressierte er an die Landesregierung.
Mitteilung von:
Industrie- und Handelskammer Heilbronn Franken
Achim Ühlin
Leitung Public Relations
Ferdinand-Braun-Strasse 20
74074 Heilbronn
Tel: (0 71 31) 96 77-106
Fax: (0 71 31) 96 77-117
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