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2,2 Millionen Hektoliter Wein aus der Traubenernte 2006 im Südwesten
Dieser Eintrag stammt von admin Am 1.3.2007 @ 17:10 In Landwirtschaft, Verwaltung | Kommentarfunktion deaktiviert
Stuttgart. Die baden-württembergischen Winzer- und Weingärtnergenossenschaften, Weinbau- und Weinhandelsbetriebe bereiteten aus der Weinmosternte 2006 insgesamt 2,21 Millionen Hektoliter (Mill. hl) Wein. Davon entfielen 1,10 Mill. hl auf das Anbaugebiet Baden und 1,12 Mill. hl auf das Anbaugebiet Württemberg. Wie das Statistische Landesamt aufgrund der Auswertung der Weinerzeugungsmeldungen aus der Weinbaukartei weiter feststellt, ist das heimische Weinangebot aus dem 2006er-Jahrgang damit von der Menge her mit dem vom Jahr 2001 mit 2,19 Mill. hl vergleichbar.
Im Jahr zuvor waren landesweit 2,37 Mill. hl Wein erzeugt worden. Das langjährige Mittel 1996/2005 beträgt 2,55 Mill. hl. Zum Vergleich: Rein rechnerisch entfallen bei der Weinernte 2006 mit 2,2 Mill. hl, das sind 220 Mill. Liter Wein, auf jeden der 8,7 Mill. Einwohner im Südwesten im Alter von über 18 Jahren gut 25 Liter Wein. Das sind 36 Flaschen à 0,7 Liter.
Bei den badischen Weinen dominieren mit 608 000 hl (54 Prozent) die weißen Sorten, während in Württemberg die Rotweinerzeugung (854 000 hl oder 78 Prozent) klar im Vordergrund steht. Bei weiterhin deutlichen Unterschieden in der Produktionsausrichtung scheint der Vormarsch des Rotweins damit zumindest vorerst gestoppt. In den 10 Jahren zuvor war der Rotweinanteil landesweit kontinuierlich von 46 Prozent auf rund 62 Prozent angestiegen.
Auch unter dem Qualitätsaspekt hat der Weinjahrgang 2006 einiges zu bieten. Damit hat sich die durch die differenzierte Lese verursachte Mehrarbeit im Herbst gelohnt. Von Fäulnis befallene Trauben wurden dabei herausgeschnitten, so dass nur gesundes Lesegut gekeltert wurde. Immerhin gut ein Fünftel der gesamten Einlagerungsmenge sollen als Prädikatsweine (Kabinett, Spätlesen und dergleichen) vermarktet werden, wobei im Weinbaugebiet Baden der Anteil der Prädikatsweine mit 26 Prozent etwas höher liegt als in Württemberg mit 17 Prozent. Nach den gesetzlichen Regelungen könnten in Württemberg über vier Fünftel, in Baden 55% der Weine als Prädikatsweine angeboten werden. Aus Marketingerwägungen werden traditionell jedoch weniger Prädikatsweine und damit mehr Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.-Weine) hergestellt und vermarktet, letztere allerdings mit herausragenden Qualitätseigenschaften in diesem Marktsegment.
Mitteilung von:
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Böblinger Straße 68
70199 Stuttgart
Pressestelle: Herr Ratering
Telefon : 0711/641-2451
pressestelle@stala.bwl.de
[1] www.statistik-bw.de
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