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2. Limes-Informationstag in Osterburken

Dieser Eintrag stammt von admin Am 1.3.2007 @ 17:38 In Kultur, Verwaltung | Kommentarfunktion deaktiviert

Osterburken. „Der nun fertig gestellte Limes-Entwicklungsplan ist ein wichtiger Schritt, um den Obergermanisch-Rätischen Limes in Baden-Württemberg als Teil des weitgespannten Welterbes „Grenzen des Römischen Reiches“ sowohl verstärkt zu schützen und besser öffentlich zu präsentieren als auch weiter zu erforschen“, erklärte Wirtschaftsminister Ernst Pfister heute anlässlich des zweiten Limes-Informationstags im neuen Römermuseum in Osterburken. Der für die Denkmalpflege zuständige Wirtschaftsminister hatte die Landkreise und Kommunen, die Limes-Anrainer sind, zu dieser Veranstaltung eingeladen. Dabei überreichte er - nach einer Einführung des Präsidenten des Landesamts für Denkmalpflege, Professor Dr. Dieter Planck - ein Faksimile der UNESCO-Urkunde. Zudem wurde der Limes-Entwicklungsplan vorgestellt.

Der Obergermanisch-Rätische Limes wurde am 15. Juli 2005 in die Liste des Welterbes der UNESCO aufgenommen. Das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart hat die Zeit seither genutzt, um grundsätzliche Anliegen des langfristigen Denkmalschutzes, der verbesserten Vermittlung und der touristischen Erschließung zu untersuchen und ein Gesamtkonzept zu erstellen. „Alle Beteiligten – Kommunen, Fachbehörden, Planer, Bauherren und Touristikmanager - müssen künftig noch enger als in der Vergangenheit zusammenarbeiten“, so Ernst Pfister.

Es gibt bislang nur wenige Erfahrungen damit, wie ein derartig umfangreiches Denkmal langfristig geschützt, aber auch gleichzeitig der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. „Diese antike Grenze mit allen ihren Einzelheiten, sei es die eigentliche Grenzbefestigung mit zahlreichen Wachtürmen, die Kastelle und die zugehörigen ausgedehnten Siedlungen mit ihren Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, Handwerksbetrieben, Gräberfeldern und Bädern, kann unter Berücksichtigung aller Interessen langfristig nur durch ein derartiges Konzept gesichert werden“, erklärte der Minister.

Mit der Aufnahme in die Liste des Welterbes habe sich Baden-Württemberg verpflichtet, seinen Limesabschnitt entsprechend dem Kerngedanken des Welterbes zu schützen und zu pflegen. Schon jetzt sei das Interesse bei Besucherinnen und Besuchern und Touristen am Limes groß. Es gelte nun den Anforderungen des Tourismus in einer dem Denkmal angemessenen Form gerecht zu werden. „Wir sollten uns vor einer vorrangig kommerziell ausgerichteten Vermarktung des Limes hüten, bei der nicht mehr der Bestand und die Wertigkeit des archäologischen Denkmals, sondern seine Inszenierung im Vordergrund steht“, so Ernst Pfister.

Um Besucherinnen und Besucher umfassend zu informieren sowie für die auf die Denkmalpflege zukommenden zusätzlichen Aufgaben strebt die Stadt Aalen an, beim Limesmuseum Aalen ein besonderes Limes-Informationszentrum einzurichten. Es soll als Vermittlungsstelle für fachlich archäologische Fragen der Limes-Anrainergemeinden fungieren.

Der Minister betonte, dass sich das neue Römermuseum in Osterburken – der größte Neubau eines archäologischen Museums der vergangenen Jahre im Land – vorzüglich für diese Veranstaltung anbiete. Der Bau des Museums wurde von der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert.

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg


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