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Aus 100 wird 1000: Solarinitative ein voller Erfolg
Dieser Eintrag stammt von dn Am 18.2.2010 @ 11:58 In Sonstiges, Umwelt, Allgemein | Kommentarfunktion deaktiviert
Tauberbischofsheim. Die Volksbank Main-Tauber und der Main-Tauber-Kreis haben im April 2009 ein „100-Dächer-Programm“ initiiert, das auf den Ausbau der Solarenergie-Erzeugung im Kreis zielte. Wegen des großen Erfolges konnte das Programm zunächst von 100 auf 300 und ganz aktuell sogar auf 1000 Dächer erweitert werden. Das Konzept ist das Gleiche geblieben: Die Volksbank stellt ein Finanzierungskontingent für die Erstellung von nun insgesamt 1000 Photovoltaikanlagen auf Dachflächen bereit. Für die Lieferung der hochwertigen Photovoltaikanlagen konnte die Firma Roto aus Bad Mergentheim gewonnen werden. Roto steht für Qualität „made in Germany“ und ist somit ein weiterer Garant für den Erfolg der Solarinitiative. Handwerksbetriebe aus der Region installieren vor Ort die 1000 Photovoltaikanlagen und das Steinbeis-Transferzentrum liefert mit seinem neuen Projekt „SUN AREA“ die passenden Daten zu jedem Dach in der Region. Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis hat das Konzept gemeinsam mit der Volksbank erarbeitet und unterstützt es. „Dies war für uns selbstverständlich“, sagt Landrat Reinhard Frank. „Schließlich ist der Klimawandel eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Deshalb haben wir als Landkreis den Klimaschutz auch zu einem unserer politischen Schwerpunktthemen gemacht. Wir engagieren uns mit unserer Energieagentur und in der Bioenergieregion Hohenlohe-Odenwald-Tauber für den Ausbau von regenerativen Energien. Unser Ziel ist, dass sich noch mehr Menschen für Photovoltaik entscheiden. Davon profitieren der eigene Geldbeutel und das Klima. Das 1000-Dächer-Programm leistet hierzu einen wertvollen Beitrag.“
Volksbank-Vorstandsmitglied Michael Schneider zeigt sich stolz auf die Ausweitung der Solarinitiative zum 1000-Dächer-Programm: „Wir haben deutlich mehr erreicht als geplant. Dies ist ein toller Erfolg für alle Beteiligten. Besonders gefreut haben wir uns über das viele Lob, das wir seitens der Photovoltaik-Investoren erhalten haben. Sie schätzen vor allem unser Fachwissen, die gute Beratung und unsere kundenfreundliche Abwicklung.“ Der riesige Zuspruch hat dazu geführt, dass zwölf Mitarbeiter allein in der Kundenberatung und Antragstellung im Geschäftsfeld Energie und Umwelt der Volksbank beschäftigt sind.
Im Jahr 2009 finanzierte die Volksbank Main-Tauber eG zirka 80.000 Quadratmeter Dachfläche. Das entspricht einer Fläche von etwa zwölf Fußballfeldern, deren Spielfeld mit Modulen ausgelegt ist. Mit dieser Photovoltaikfläche werden jedes Jahr zirka 5000 Tonnen CO2 eingespart – das wiederum entspricht etwa 670 Lkw mit 7,5 Tonnen Ladefläche, die eine vier Kilometer lange Kolonne bilden können. Zusätzlich kann durch diese umweltfreundliche Stromproduktion auch jährlich etwa 288 Tonnen stark und schwach radioaktiver Abfall jährlich vermieden werden.
„Das vergangene Jahr war geprägt von zahlreichen Kundenanfragen, Aufklärungsarbeit und Beratungsgesprächen“, fasst der Leiter des Geschäftsfeldes „Energie & Umwelt“, Wendelin Geiger, zusammen. „Unsere Produkte und Beratungsangebote werden von Privatleuten mehr und mehr nachgefragt. Insbesondere interessierten sich die Bürger für das Sonderfinanzierungsprogramm ‚SolarDoppel Plus’ – die Nutzung überstieg alle Erwartungen mehrfach“. Das Geschäftsfeld „Energie & Umwelt“ wurde um fünf Mitarbeiter erweitert. Zudem wurden zahlreiche Überstunden geleistet und die Spitzen mit vier Teilzeitkräften ausgeglichen.
„Mehr als 700 Photovoltaikanlagen haben wir in unserem Hause im Jahr 2009 in unserer Region finanziert. Das Finanzierungsvolumen belief sich auf über 40 Millionen Euro“, bilanziert Michael Schneider. Das entspricht einer Anlagenleistung von zirka 13.000 Kilowattpeak mit einer Stromproduktion von 12.350.000 Kilowattstunden. Mit diesen Anlagen können zirka 3100 Vier-Personen-Haushalte (bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 4000 Kilowattstunden pro Jahr) im Main Tauber-Kreis mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden.
Die Solarinitiative der Volksbank und des Landkreises erweist sich dabei immer mehr als echtes Konjunkturprogramm, das neue Arbeitsplätze in Handwerksbetrieben geschaffen hat. „Darauf ist die Volksbank Main-Tauber zu recht stolz. Ferner sieht sie im Aufbau heimischer Energieproduktion mit regionaler Wertschöpfung eine gute Chance für eine langfristig bezahlbare Energieversorgung“, sagt Michael Schneider. Das Ziel sei es nun, gemeinsam mit den Partnern bis zum Jahresende 2010 insgesamt 1000 Dächer mit Photovoltaik zu bebauen. „Das, was von einzelnen nicht möglich ist, kann durch vereinte Kraft erreicht werden“, zitiert Schneider. „Genau diesen genossenschaftlichen Leitsatz von Friedrich Wilhelm Raiffeisen setzen wir gemeinsam mit der Solarinitiative um. Wir sehen uns als Nr. 1 im Bereich Finanzierung von erneuerbaren Energien in der Region.“
Für das Jahr 2010 hat sich die Volksbank Main-Tauber aber auch ökologische und energetische „Aufklärungsarbeit“ auf die Fahne geschrieben. 71 Prozent der Deutschen würden sich laut Umfragen der Umwelt zuliebe eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach setzen. Finanzielle Gründe spielen dabei nur für eine Minderheit eine Rolle. „Es ist immer noch nicht überall bekannt, dass Solarstromanlagen ihren Besitzern nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch großen Nutzen bringen. Gleiches gilt auch für andere regenerative Energiequellen wie Biogasanlagen, Wasserkraftwerke und Windräder“, erklärt Wendelin Geiger Prokurist und Leiter des Geschäftsfeldes Energie & Umwelt. Vor allem werde die Volksbank auch die Aufklärungsarbeit hinsichtlich der Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung sowie von energetischen Sanierungsmaßnahmen und energieeffizienten, klimafreundlichen Heizungssystemen wie Wärmepumpe und thermischen Anlagen verstärken. Geiger: „Die Volksbank Main-Tauber will es künftig möglichst jedermann ermöglichen, in zukunftsträchtige umweltfreundliche Energie zu investieren und sich selbst unabhängiger von steigenden Energiekosten zu machen. Wir wollen eine Volksbewegung im Kreis auslösen, um diese Energiequellen durch verstärkte Nachfrage noch günstiger und damit attraktiver zu machen.“
Als Ansprechpartner für alle Bürger sowie Unternehmen im Landkreis, die Informationsbedarf rund um das Thema erneuerbare Energien haben, steht zudem die Energieagentur Main-Tauber-Kreis GmbH zur Verfügung. Die Agentur ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Landkreises. „Wir beraten unabhängig, neutral und nicht gewinnorientiert. Wir ergänzen und fördern das Aufgabenspektrum des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis auf den Gebieten Klima- und Umweltschutz, Wirtschaftsförderung, Landwirtschaft sowie Abfallverwertung“, sagt Geschäftsführer Lothar Lauer. „Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Beratung, Information und Wissensvermittlung. Wir erarbeiten ein Klimaschutzkonzept für den Landkreis und fungieren als Schnittstelle für die Zusammenarbeit mit regionalen Netzwerkpartnern.“ Egal, ob die Bürger eine Photovoltaik-Anlage auf ihrem Dach installieren möchten und Info-Bedarf über Finanzierungsmöglichkeiten und Zuschüsse hätten, so Lauer weiter, oder ob sie eine neue Heizung wie zum Beispiel mit Holzpellets oder per Wärmepumpe planen und sich hier beraten lassen möchten: „Die Energieagentur steht als Ratgeber zur Seite.“
INFO:
Informationen zu erneuerbaren Energien und zum 1000-Dächer-Programm gibt es bei der Energieagentur Main-Tauber-Kreis unter der Telefonnummer 09343/614640, E-Mail: [1] info@ea-main-tauber-kreis.de, Internet: [2] www.ea-main-tauber-kreis.de, oder beim Geschäftsfeld Energie & Umwelt der Volksbank Main-Tauber eG unter der Telefonnummer 09341/802-1222, E-Mail: [3] energie-umwelt@volksbank-main-tauber.de, Internet [4] www.volksbank-main-tauber.de.
Mitteilung von:
Markus Moll
Landratsamt Main-Tauber-Kreis
Büro des Landrats
Büroleiter, Pressereferent
Gartenstraße 1
97941 Tauberbischofsheim
Tel.: 09341/82-5612
Fax: 09341/82-5690
E-Mail: [5] markus.moll@main-tauber-kreis.de
Homepage: [6] www.main-tauber-kreis.de
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