Main-Tauber-Kreis. Bei der Frühjahrs-Arbeitssitzung der Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“ wurden die Aktivitäten und Projekte für die kommenden sechs Monate beschlossen. Ebenso trafen die Mitglieder unter Federführung von Geschäftsführer Jochen Müssig die Vorbereitungen für die in Kürze anstehende Vorstands- und Mitgliederversammlung.
Gut besucht war die Frühjahrs-Arbeitssitzung der Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“ e.V. im Landratsamt Main-Tauber-Kreis in Tauberbischofsheim. Es nahmen Vertreter aller Mitgliedsstädte und -gemeinden teil, darunter auch die Bürgermeister Ottmar Dürr aus Werbach, Heiko Menig aus Neubrunn und Michael Volkert aus Bieberehren. Anwesend war auch Altbürgermeister Joachim Ried aus Neubrunn.
Beschlossen wurden die Aktivitäten zum „Automobilsommer 2011“, der vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gemeinsam mit der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) anlässlich des 125. Geburtstages des Automobils ausgerufen wurde. In der Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal” wird es aus diesem Anlass einen Oldtimerkorso von Rothenburg ob der Tauber durch das gesamte „Liebliche Taubertal“ bis nach Freudenberg und Wertheim am Main geben. Ebenso wurde vereinbart, im Juni 2010 die Presseinformationsfahrt dem Jubiläum „30 Jahre Radweg Liebliches Taubertal – Der Klassiker“ zu widmen. Neben dem Radeln werden die eingeladenen Journalisten auch kulturelle und kulinarische Höhepunkte der Region an Tauber und Main erleben.
In Sachen Produktentwicklung und Produktfindung wurde festgelegt, die Projekte „Campingplatzführer“ sowie „Wasseraktivitäten an Tauber und Main“ auf den Weg zu bringen. Bei beiden Projekten handelt es sich um landschaftsübergreifende Maßnahmen über die Grenzen des „Lieblichen Taubertals“ hinweg, die durch die Tourist-Marketing GmbH Baden-Württemberg gefördert werden. „Wir sind guten Mutes, dass wir auch in diesem Jahr in den Genuss einer Förderung durch das Land Baden-Württemberg kommen“, zeigte sich Geschäftsführer Jochen Müssig optimistisch. Mit beiden Projekten wird den regelmäßigen Nachfragen entsprochen.
Privatzimmer- und Ferienwohnungsvermieter ruft die Touristikgemeinschaft auf, ihre Unterkünfte klassifizieren zu lassen. Die Touristikgemeinschaft wird gemeldete Objekte im April gemäß den Vorgaben des Deutschen Tourismusverbandes überprüfen. Danach wird entschieden, welche Privatzimmer und Ferienwohnungen mit Sternen versehen werden können. Diese Klassifizierungen werden immer wichtiger. „Sterne oder andere Merkmale, die über die Güte eines Angebotes informieren, nehmen an Bedeutung zu“, erläuterte Geschäftsführer Jochen Müssig.
Die anwesenden Gemeindevertreter sowie die Leiter touristischer Einrichtungen wurden anschließend über die Ergebnisse der Quellgebietsanalyse und der Emnid-Studie in Kenntnis gesetzt. So hatte die Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal” im vergangenen Jahr die Hochschule Heilbronn für eine Quellgebietsstudie gewinnen können. Fünf Studenten unter der Leitung von Professor Dr. Ralf Bochert hatten die Aufgabe übernommen und Gäste im Taubertal mit Fragebögen nach ihrer Herkunft und ihren Wünschen für die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal” befragt. Hierbei ergab sich, dass die überwiegende Zahl der Gäste aus Baden-Württemberg und Bayern in das „Liebliche Taubertal” reist, dies sind also die Haupt-Quellgebiete. Gute und beachtenswerte Besucherströme bestehen aber auch aus Norddeutschland, den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie aus den östlichen Teilen des Bundesgebietes, nämlich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Beide Regionen bewirbt das „Liebliche Taubertal“ bereits seit vielen Jahren. Es hat dort einen guten Bekanntheitsgrad und vor allem auch exzellente Kontakte zu Messe-Fachbesuchern und den Medien.
In der Emnid-Studie wurde belegt, dass sich die Gäste in erster Linie nach Landschaft, Erholung, kulturellen Erlebnissen sowie sportlichen Aktivitäten wie Radeln und Wandern sehnen. Berücksichtigt werden muss die demographische Entwicklung, die Gäste werden tendenziell älter. Auch dies zeigt die Studie auf. Die Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal” sieht gute Chancen, sich mit den Angeboten „Regio-Radeln“ und „Qualitäts- und Genusswandern“ auf die demographische Entwicklung einzustellen. „Gerade die älter werdende Generation setzt künftig noch stärker auf Rundumservice, auf komplette Dienstleistungen und vor allem auch auf Wohlfühlmomente“, sagte Jochen Müssig. Mit dem Projekt „Regio-Radeln“, bei dem der Radelgast abends in seine ausgewählte Unterkunft zurückkehrt und den dort gebotenen Service genießen kann, und mit dem Qualitäts- und Genusswandern geht es nun daran, die entsprechenden Angebote für das „Liebliche Taubertal” zu schaffen. Es ist deshalb vorgesehen, im Jahr 2010 nochmals den Antrag auf Anerkennung des Gütesiegels „Wanderbares Deutschland“ zu erneuern. Ebenso wird das Regio-Radelkonzept ausgearbeitet.
Im weiteren Verlauf der Frühjahrs-Arbeitssitzung wurde das Jubiläumsprogramm „30 Jahre Radweg Liebliches Taubertal – Der Klassiker“ besprochen. Auftakt dieses Geburtstagsjahres ist der Radelmarkt am Sonntag, 25. April, im unteren Wirtschaftshof des Klosters Bronnbach. Dort wird es eine Radelbörse geben. Es werden von Fahrradhändlern Informationen zu neuen Fahrrädern geboten, und es besteht auch die Möglichkeit, gebrauchte Fahrräder von privat zu privat zu verkaufen. Das Jubiläumsjahr des Radwegklassikers wird mit der Geburtstagsradtour am Sonntag, 20. Juni, von Tauberbischofsheim nach Bad Mergentheim und mit dem Autofreien Sonntag am 8. August zwischen Bad Mergentheim und Rothenburg/Detwang fortgesetzt. Nähere Informationen zu allen Veranstaltungen des Jubiläumsjahrs gibt es bei der Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal”, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5806, Fax: 09341/82-5700, E-Mail: touristik@liebliches-taubertal.de, Internet: www.liebliches-taubertal.de. tlt
Medienkontakt: Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5806 und -5807, Fax 09341/82-5700, E-Mail: touristik@liebliches-taubertal.de.
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