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Heilbronner Binnenschiffer 2006 legen bei Gütertransport gegen den Trend 6 Prozent zu

Dieser Eintrag stammt von admin Am 7.3.2007 @ 15:12 In Verkehr, Verwaltung | Kommentarfunktion deaktiviert

Stuttgart/Heilbronn. Mit knapp 11 Prozent deutlicher Im Jahr 2006 wurden in den baden-württembergischen Häfen sowie an Lösch- und Ladeplätzen insgesamt 34,2 Mill. Tonnen Güter im Binnenschiffsverkehr umgeschlagen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes entspricht dies einer Zunahme von 3 Prozent oder 961.000 Tonnen gegenüber 2005. Dies ist in Anbetracht der widrigen Wasserstände im ersten Halbjahr besonders positiv zu bewerten. Bis in den Februar litt die Binnenschifffahrt unter der längsten Periode niedriger Wasserstände seit Jahrzehnten, sodass die Schiffe teilweise mit halbvollen Laderäumen fahren mussten. Heilbronner Binnenschiffer 2006 legen beim Gütertransport gegen den Trend 6 Prozent zu

Ein Blick auf die Hauptverkehrsbeziehungen zeigt die unterschiedlichen Entwicklungen der einzelnen Transportrichtungen. Mit über 12 Prozent nahm der Empfang aus deutschen Häfen deutlich zu und erreichte 2006 ein Transportvolumen von 5,8 Mill.Tonnen.

Der mit 12,5 Mill. Tonnen mengenmäßig besonders bedeutsame Warentransport aus dem Ausland sank hingegen um knapp 2 Prozent. Mit einem Zuwachs von über 4 Prozent auf 8,2 Mill. Tonnen legte der Versand in deutsche Häfen noch stärker zu als der Versand in das Ausland mit einer Steigerung von 3 Prozent auf 7,7 Mill. Tonnen.

Die Betrachtung nach Güterarten ergibt kein einheitliches Bild. Die Belebung der Baukonjunktur verschaffte der mit einem Anteil von über 37 Prozent umschlagstärksten Güterabteilung » Steine und Erden« ein Plus von 11 Prozent. Sie hat damit ihren historischen Tiefstand von 2005 überwunden und verzeichnete 2006 Ein- und Ausladungen von 12,7 Mill. Tonnen. Positiv entwickelte sich auch die zweitplazierte Gütergruppe »Erdöl, Mineralerzeugnisse, Gase«, ihr Güterumschlag erhöhte sich um über 11 Prozent auf 6,4 Mill. Tonnen. Hierzu gegenläufig reduzierte sich das Umschlagvolumen der drittstärksten Gütergruppe »Feste mineralische Brennstoffe« um minus 13 Prozent auf 4,9 Mill. Tonnen. Der schon längere Zeit anhaltende positive Trend des »Transports der »Anderen Halb- und Fertigwaren« setzte sich nicht fort. Der Güterumschlag ging hier um 15 Prozent auf 1,3 Mill. Tonnen zurück.

Am Oberrhein erhöhte sich nur im Hafen Karlsruhe der Güterumschlag um über 9 Prozent, Mannheim und Kehl vermeldeten hingegen ein Minus von 2 bzw. knapp 6 Prozent. Bei den großen Neckarhäfen konnte mit einem Plus von 6 Prozent nur der Hafen Heilbronn seine Ein- und Ausladungen steigern. Stuttgart schloss hier mit einem Minus von knapp 9 Prozent ab. Besonders auffällig ist - nach dem letztjährigen Boom - der mit knapp 40 Prozent weit überdurchschnittlich starke Rückgang der Ein- und Ausladungen im Hafen Plochingen. Mit der Berücksichtung der Verlängerung der Neckarschleusen im Investitionsrahmenplan des Bundes wurde im vergangenen Jahr die Grundlage für die Erweiterung der Bundeswasserstraße Neckar gelegt. Sowohl Reeder als auch Hafenbetreiber rechnen durch den Einsatz längerer Schiffe mit wesentlichen Umsatzsteigerungen.

Der Containerverkehr – ein kontinuierlicher Wachstumsfaktor der letzten 10 Jahre – verzeichnete im Jahr 2006 deutliche Einbußen. Bezogen auf eine standardisierte Containergröße (20-Fuß-Standardcontainer = TEU) wurden in den Häfen mit Containerladeeinrichtungen (Mannheim, Karlsruhe, Kehl, Weil und Stuttgart) insgesamt 212 000 TEU gezählt. Gegenüber 237 000 TEU des Vorjahreszeitraums wurden somit fast 11 Prozent weniger Container umgeschlagen.

Mitteilung von:

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Böblinger Straße 68
70199 Stuttgart
Pressestelle: Herr Ratering
Telefon : 0711/641-2451
pressestelle@stala.bwl.de
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