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Übung der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Hall in der Tageseinrichtung Pfiffikus

Dieser Eintrag stammt von admin Am 7.3.2007 @ 18:10 In Bildung, Verwaltung | Kommentarfunktion deaktiviert

Schwäbisch Hall. Dienstagabend, 19:30 Uhr: Spannend geht es in der Kita zu. 16 Kinder haben sich von Ihren Eltern verabschiedet und sitzen nun aufgeregt mit 4 Erzieherinnen im Turnraum und warten ab was passiert. Es ist kein normaler Tag. Denn normalerweise sind um diese Zeit schon alle der insgesamt 116 Kinder zuhause. Aber heute durften die Kinder, die wollten, noch einmal spät abends in den Kindi kommen. „Heut üben wir und die Feuerwehr, wie es ist, wenn es mal „in echt“ bei uns hier brennen würde,“ beginnt die Erzieherin den Kindern zu erzählen.

Die letzten 6 Wochen haben sich 14 Kinder der Kita beim „Feuerwehrprojekt“ näher mit dem Thema auseinander gesetzt. Alles ,was sie im Laufe dieses Projektes erlebt und gelernt haben, wurde für die Kinder und Eltern sichtbar dokumentiert. Und ihr Wissen haben die Projektkinder als „Expertinnen und Experten“ schon beim gemeinsamen Projektabschluss den anderen Kinder weitergegeben. Welche Dinge können brennen? Wie kann man verhindern, dass ein Feuer entstehen? Wie lautet die Telefonnummer der Feuerwehr? Wie setze ich einen Notruf ab? Welche Fahrzeuge gibt es?

Heute nun der geprobte „Ernstfall“: die Waschmaschine hat in der Putzkammer durch einen elektrischen Kurzschluss zu schmoren begonnen. Nach dem Öffnen der Tür kam es zu einer Verpuffung und ein Brand ist ausgebrochen. Die Reinigerin liegt „bewusstlos“ am Boden und der ganze Flurbereich ist schon in dichten Rauch gehüllt. Die noch anwesenden Kinder haben sich mit ihren Erzieherinnen in die hinteren Bereiche der Kita „geflüchtet“ und warten dort auf ihre „Rettung“. Weil der Strom ausgefallen ist, ist es überall ganz dunkel.
„Da kann man ganz schön Angst bekommen“ sagt ein kleiner Junge. Nicht einfach auch für die Erzieherinnen, alle Kinder im Blick zu haben und darauf zu achten, dass kein Kind in der Aufregung verloren geht. Die Kitakinder wissen, dass sie sich bei einem richtigen Brand nicht verstecken dürfen, sondern sich bemerkbar machen müssen. Aber auch das ist heute ausnahmsweise anders, denn auch die Feuerwehrleute sollen ja etwas lernen. Und dazu gehört, dass kleine Kinder sich im letzten Winkel verstecken können, vor allem wenn sie Angst haben. Und kleine Winkel und Verstecke gibt es in einem Kindergarten sehr viele.

19:45 Uhr: Alle Kinder und Erzieherinnen befinden sich in den abgesprochenen Bereichen. Vor der Kita wartet eine Erzieherin auf das Eintreffen der alarmierten Feuerwehr und gibt dem Einsatzleiter einen kurzen Bericht. „Im mittleren Teil des Gebäudes befindet sich die Putzkammer. Dort ist der Brand vermutlich ausgebrochen. 16 Kinder und 4 Erwachsene befinden sich - wahrscheinlich im hinteren Teil-  noch im Gebäude.“ Mittlerweile sieht man da nicht nur wegen der Dunkelheit nichts mehr. Dichter Rauch raubt jegliche Sicht und Orientierung.
Mit Atemschutz ausgerüstet stehen die ersten Feuerwehrleute parat und erwarten ihre Einsatzbefehle. Der Aufbau der Wasserversorgung ist schon im vollen Gange als die weiteren Fahrzeuge, das zweite Löschfahrzeug und die Drehleiter, eintreffen. Deren Besatzung baut nun von der anderen Seite des Gebäudes ihre Gerätschaften auf und beginnt über Leitern mit der Rettung der sich noch im Gebäude befindlichen Personen. Die „verletzte“ Reinigerin wird mittels einer Trage aus der Kita gebracht und gleich darauf das Feuer „schwarz“ gemeldet. Die „befreiten“ Kinder warten mit leuchtenden Augen im Feuerwehrauto bis alle da sind. Noch einmal kontrollieren und zählen die Erzieherinnen nach, ob auch kein Kind vergessen wurde. „Alle sind da“ klingt eine erleichterte Stimme. Um  20:15 Uhr hört man über das Funkgerät die Meldung an die Leitstelle: Einsatz beendet, alle Personen wurden befreit.

Beeindruckt von den Erlebnissen sitzen wenig später die Kinder gemeinsam mit „ihren Rettern“ und den Erzieherinnen im Turnraum. „War das wirklich eine Puppe, die da vor der Waschmaschine lag?“ vergewissert sich die kleine Evelyn und schaut den Dummy noch mal richtig an. „Tatsächlich!“. Kleine und große „Feuerwehrexpertinnen und Experten“ sind noch ins Gespräch vertieft, während draußen vor der Tür sich die ersten Eltern einfinden, um ihre Kinder wohlbehalten wieder nach hause abzuholen. Ein aufregender Tag geht zu Ende, aber die Eindrücke davon werden noch eine Weile anhalten; bei den Kleinen und bei den Großen.

Mitteilung von:

Stadt Schwäbisch Hall
Am Markt 6
Thomas Gerstenberg
74523 Schwäbisch Hall
Tel. 0791/751-202
Fax: 0791/751-466
E-Mail: thomas.gerstenberg@schwaebischhall.de
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