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Viele Ideen, aber kein Konzept
Dieser Eintrag stammt von dn Am 5.1.2011 @ 10:07 In Bau, Öffentlichkeit, Verwaltung, Politik | Kommentarfunktion deaktiviert
Heilbronn. „Es gibt zwar eine ganze Reihe von Ideen, aber ein tragfähiges Konzept ist nicht dabei”, bilanziert Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach die Ergebnisse einer Initiative, die sich für den Erhalt der ehemaligen Gasspeicherkugel auf dem Gelände der Heilbronner Versorgungs GmbH (HVG) einsetzt. Die nächsten Wochen könne die Initiative, so der OB, allerdings dazu nutzen, doch noch einen Vorschlag zu unterbreiten, der mit einer realistischen Finanzierungs- und Nutzungskonzeption ohne städtische Subventionierung verbunden sein müsse. Denn erst wenn die Witterung es zulässt, also ab Ende März, soll das Bauwerk aus dem Jahr 1964, wie schon im Sommer beschlossen, abgerissen werden.
Denn so ehrenwert das Engagement der Gaskugel-Initiative sei: Alle bisher geäußerten Ideen wie Vorlesungssaal, Planetarium oder auch Disko scheitern nach eingehender Prüfung durch die Verwaltung schon allein daran, dass die Gaskugel im jetzigen Zustand nur als Behälter für leichte Stoffe geeignet ist. „Aufgrund ihrer Kugelform lässt sie sich auch nicht für Events oder Ausstellungen, wie zum Beispiel im Gasometer in Oberhausen nutzen, der eine Zylinderform besitzt“, erklärt Hochbauamtsleiter Dirk Vogel.
Um bei einer anderen Nutzung die Standsicherheit zu gewährleisten und den Anforderungen an Bauphysik, Brand- und Wärmeschutz sowie Barrierefreiheit genüge zu tun, seien hohe Investitionen erforderlich, die die Kosten für einen kompletten Neubau sogar übersteigen würden - und ein privater Investor und Betreiber sei noch nicht einmal in Sicht.
„Auch wenn die Vorstellung der Kugel als Aussichtsplattform und Geschäftsstelle für die Bundesgartenschau GmbH zunächst einen gewissen Charme hat”, so der OB zu der von der Initiative favorisierten Idee, „lässt sie sich mit der Gaskugel in der jetzigen Form nicht verwirklichen, zumal eine solche „Buga-Zentrale” doch auf dem Bundesgartenschaugelände selbst oder zentral in der Innenstadt eingerichtet werden müsste.”
Die Kosten für die regelmäßigen Ausbesserungsarbeiten sowie für den alle zehn Jahre notwendigen Außenanstrich in Höhe von 350 000 Euro, aber auch die erwünschte weitere Entwicklung des Areals für Hochschulzwecke sprächen dagegen, einfach weiter abzuwarten, sind sich OB Himmelsbach, Bürgermeister Wilfried Hajek, HVG-Geschäftsführer Ataman Turanli und Stadtsiedlungs-Geschäftsführer Robert an der Brügge einig. Auch das von der Initiative angeführte Beispiel Hagenbuchergebäude, in das nach langen Leerständen die experimenta einzog, sei falsch: Der Gaskugel mangle es im Vergleich dazu an baulicher Substanz und Potenzial.
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