- Nachrichten Heilbronn-Franken Hohenlohe Schwäbisch Hall - http://heilbronn-hohenlohe-franken-presse.de -
Schwäbisch Hall baut Marktführung aus
Dieser Eintrag stammt von admin Am 18.1.2007 @ 00:37 In Bank/Versicherung | Keine Kommentare
Schwäbisch Hall. – Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat 2006 ihre Marktführung weiter ausgebaut. Im Bausparneugeschäft wurde mit voraussichtlich 28 Prozent Marktanteil ein neuer Spitzenwert erreicht. Die Gesamtvertriebsleistung in den drei Geschäftsfeldern Bausparen, Baufinanzierung und Vorsorge stieg um fast 4 Prozent auf eine neue Höchstmarke von 45 Mrd. EUR. Die Vermittlung von Finanz- und Altersvorsorgeprodukten für Genossenschaftsbanken und Verbundpartner wuchs um ein Drittel.
„Die positive Geschäftsentwicklung beweist erneut, dass wir mit unseren Kernkompetenzen Vertrieb, Produkt und Abwicklung sowie aufgrund der engen Kooperation mit den genossenschaftlichen Banken nicht ohne Grund führend in der Branche sind“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Metz heute auf der Jahres-Pressekonferenz in Stuttgart.
Metz zeigte sich zuversichtlich für die weiteren Perspektiven des Unternehmens. Im Mittelpunkt der strategischen Weiterentwicklung bis 2010 steht eine wertorientierte Wachstumsstrategie. Damit soll der Abstand zu den Wettbewerbern ausgebaut und die betriebswirtschaftliche Basis auf dem bisherigen Niveau gesichert werden.
Das Bausparneugeschäft wuchs im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf 28,3 Mrd. EUR mit 890.000 Verträgen. Das ist nach dem Rekordjahr 2003 das zweitbeste Neugeschäft in der Geschichte der Bausparkasse. Der Marktanteil stieg nach ersten Schätzungen auf 28 Prozent (Vorjahr: 26,8 Prozent). Als Gründe für die überdurchschnittliche Geschäftsentwicklung nannte Metz das attraktive Produktangebot, die effizienten und kundenfreundlichen Bearbeitungsprozesse, die ausgeprägte Serviceorientierung der Innendienstmitarbeiter sowie die enge Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken, die ein flächendeckendes Betreuungsnetz mit hoher Beratungsqualität für die Kunden mit sich bringe. Darüber hinaus trügen die gute Qualifikation des Außendienstes und dessen Abschlussorientierung maßgeblich zum guten Neugeschäft bei. Insgesamt hat Schwäbisch Hall zum 31.12.2006 6,6 Mio. Kunden, die 7,1 Mio. Verträge über eine Bausparsumme von 191 Mrd. EUR angelegt haben.
Das Geschäftsfeld Baufinanzierung war im ersten Halbjahr 2006 noch geprägt von Nachlaufeffekten, die aus der Abschaffung der Eigenheimzulage Ende 2005 resultierten. Diese Sondereffekte haben sich im Jahresverlauf egalisiert. Insgesamt verzeichnete dieses Geschäftsfeld ein vermitteltes Kreditvolumen von 10,6 Mrd. EUR (-2,8 Prozent). Drei Viertel dieses Volu-mens konnten die Genossenschaftsbanken in ihre eigenen Bücher nehmen – in Form von Bankdarlehen, die ihnen der Schwäbisch Hall-Außendienst im Rahmen des Cross Sellings zuführte, und Vorausdarlehen, die mit einem Bausparvertrag unterlegt sind.
Im Geschäftsfeld Weitere Vorsorge hat der Schwäbisch Hall-Vertrieb gemeinsam mit den Genossenschaftsbanken eine neue Höchstmarke erreicht. Der Absatz von Vorsorgeverträgen für Genossenschaftsbanken, Union In-vestment und R+V-Versicherung erhöhte sich auf ein Volumen von 5,9 Mrd. EUR (+31,3 Prozent).
Im Zuge des Cross Sellings hat der Haller Außendienst 2006 insgesamt fast 400.000 Produkte an Genossenschaftsbanken und Verbundunternehmen vermittelt (+ 10,5 Prozent). Besonders erfolgreich waren die Vertriebsmitarbeiter bei der Vermittlung von Fonds für die Union Investment: Sie verkauften 150.000 Produkte (+ 22 Prozent). Die wachsende Einsicht der Kunden in die Notwendigkeit privater Vorsorge hat vor allem die Nachfrage nach Riester-fonds beflügelt: Der Außendienst verdoppelte seine Vermittlungsleistung auf 100.000 Abschlüsse. Mit dem erfolgreichen Ausbau des Cross Sellings konnte die Vermittlungsrelation im Überkreuzvertrieb auf 1 zu 1 verbessert werden: Pro abgeschlossenem Bausparvertrag wurde ein Bank- bzw. Verbundprodukt vermittelt. „Dies zeigt, wie wichtig der Schwäbisch Hall-Außendienst inzwischen als ergänzender mobiler Vertriebskanal für die Genossenschaftsbanken in Deutschland geworden ist“, betonte Schwäbisch Hall-Chef Metz. Die Provisionseinnahmen der Genossenschaftsbanken aus dem Bauspargeschäft haben sich auch 2006 weiter verbessert. Sie stiegen auf 252 Mio. EUR (+7,8 Prozent). Darin enthalten ist die neu eingeführte Bestandsprovision von 20 Mio. EUR. Hinzu kommt ein Produktbarwert aus dem Cross Selling von fast 90 Mio. EUR (+13,1 Prozent).
Die fünf ausländischen Beteiligungsgesellschaften der Bausparkasse Schwäbisch Hall in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und China haben im vergangenen Jahr fast 650.000 Bausparverträge im Volumen von umgerechnet 5,9 Mrd. EUR abgeschlossen, ein Volumenzuwachs von 22 Prozent. Damit haben diese Bausparkassen jetzt 3,9 Mio. Verträge über 33,4 Mrd. EUR im Bestand und sind in allen Ländern Marktführer. Neben dem Bausparvertrag vermitteln die ausländischen Beteiligungsgesellschaften zunehmend auch Baufinanzierungen und Altersvorsorgeprodukte. Im vergangenen Jahr stieg das Volumen der von ihnen herausgegebenen Baufinanzie-rungen auf 1,3 Mrd. EUR (+ 31,3 Prozent). Die Zahl der Cross-Selling-Abschlüsse kletterte auf über 180.000 (+5,4 Prozent), darunter auch Fonds der Union Investment und Versicherungen der R+V. Dies ist auch auf den starken Ausbau des Vertriebsnetzes im Ausland um 1.400 auf 5.700 Mitar-beiter zurückzuführen. Der Gewinn vor Steuern der Auslandsgesellschaften verbesserte sich saldiert auf 70 Mio. EUR (im Vorjahr 48 Mio. EUR).
Die betriebswirtschaftliche Ergebnisqualität lag 2006 trotz Niedrigzinsphase und höherer Provisionsaufwendungen nahezu auf Vorjahresniveau. Der Zinsüberschuss wuchs im Rahmen des bewährten Finanzmanagements gegenüber 2005 um 26 Mio. auf 907 Mio. EUR (+3 Prozent). Wesentliche Ursachen sind eine Ausweitung der Zinsmarge durch die veränderte Tarifstruktur und ein neugeschäftsgetriebener Volumeneffekt. Vor allem aufgrund des höheren Neugeschäftsvolumens, geringerer Gebührenerträge in den neuen Tarifen und der neu eingeführten Bestandsprovision für die Genossenschaftsbanken in Höhe von 20 Mio. EUR verschlechterte sich das traditionell negative Provisionsergebnis um 40 Mio. EUR auf minus 175 Mio. EUR. Diese Belastung des Ergebnisses konnte durch die erwähnte Verbesserung im Zinsüberschuss und eine weitere Senkung beim Verwaltungsaufwand – um 8 Mio. auf 359 Mio. EUR – nicht vollständig kompensiert werden. Das bereinigte Ergebnis nach Risikovorsorge liegt bei 197 Mio. EUR (i.V. 175 Mio. EUR): Durch die konzerneinheitliche Anpassung des Abzinsungssatzes der Pensionsrückstellungen auf 4,5 Prozent entstand ein einmaliger Mehraufwand von 21 Mio. EUR. Die Gewinnabführung stieg von 46 auf 70 Mio. EUR.
Gleichzeitig wurde zur Sicherung der Ansprüche der Bausparer der Fonds zur bauspartechnischen Absicherung mit 93 Mio. EUR noch über dem Vorjahreswert dotiert. „Die Ergebnisqualität unseres Hauses ermöglichte es, den berechtigten Anliegen der Genossenschaftsbanken in Form höherer Provisionszahlungen gerecht zu werden, die Substanz zur Absicherung der bauspartechnischen Risiken zu stärken und zugleich die Ausschüttung an die Aktionäre der verbesserten Ergebnisentwicklung der letzten Jahre anzupassen“, erläuterte Metz.
Als Folge der Ergebnisentwicklung liegt die Eigenkapitalrendite mit 14,5 Prozent wie angekündigt leicht unter dem Vorjahreswert, aber weiterhin im Rahmen des Zielkorridors von 15 Prozent. Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag konnte mit 50 Prozent auf niedrigem Niveau gehalten werden.
Metz sieht Schwäbisch Hall für die Aufgaben der Zukunft im Inland und im Ausland gut gerüstet: „Wir ruhen uns nicht auf den erreichten Erfolgen aus, sondern arbeiten mit großem Engagement aller Mitarbeiter daran, unsere gute Marktposition zu sichern und weiter auszubauen“. Im Mittelpunkt der strategischen Weiterentwicklung im Inland bis 2010 steht die Wachstumsstrategie „PRIMUS“. In enger Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken soll der Marktanteil im Bausparen auf 30 Prozent ausgebaut, der Verkauf von Bank- und Verbundprodukten weiter forciert und die Gewinnung neuer Kunden für den FinanzVerbund intensiviert werden. Basis dafür ist der bisherige betriebswirtschaftliche Erfolgskurs. „Bausparen lebt nicht von kurzfristiger Ergebnisoptimierung, sondern von mittel- und langfristiger Stabilität und Solidität“, erklärte Metz. Die angestrebten Ziele könnten nur durch qualifizierte Mitarbeiter und deren Bereitschaft zur Leistung erreicht werden. „Die Förderung und Mobilisierung der Mitarbeiter und deren hoher Identifikation mit Unternehmen und Standort hat für uns eine zentrale Bedeutung“, sagte Metz. Dafür seien gute Rahmenbedingungen wichtig. In-nerhalb von fünf Jahren will Schwäbisch Hall seine Vertriebsmannschaft in enger Abstimmung mit den Genossenschaftsbanken auf über 5.000 Außendienstmitarbeiter aufstocken. In der Hauptverwaltung werden im gleichen Zeitraum 150 neue Mitarbeiter eingestellt, um mindestens die altersbedingten Abgänge und die normale Fluktuation zu kompensieren.
Mitteilung von:
Bausparkasse Schwäbisch Hall AG
Crailsheimer Str. 52
74523 Schwäbisch Hall
Stefan Speicher
Telefon: 0791 / 46 - 2405
Telefax: 0791 / 46 - 4072
stefan.speicher@schwaebisch-hall.de
[1] www.schwaebisch-hall.de\presse
Dieser Artikel wurde ausgedruckt ab Nachrichten Heilbronn-Franken Hohenlohe Schwäbisch Hall: http://heilbronn-hohenlohe-franken-presse.de
URL zum Artikel: http://heilbronn-hohenlohe-franken-presse.de/archives/0734
URLs in this post:
[1] www.schwaebisch-hall.de\presse: http://www.schwaebisch-hall.de\presse
Klicken hier zum Drucken.