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Stadt Künzelsau geht neue Wege in der Kinder- und Jugendarbeit
Dieser Eintrag stammt von dn Am 17.5.2011 @ 11:38 In Verwaltung | Kommentarfunktion deaktiviert
Künzelsau. Gute kontinuierliche Jugendarbeit benötigt eine kompetente fachliche Begleitung. Diese holt sich die Stadtverwaltung Künzelsau vom Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V. in Waldenburg - nicht nur für die Besetzung der zur Zeit vakanten Jugendhausleiterstelle. Bürgermeister Stefan Neumann begrüßt diese fachliche Unterstützung: “Auch bei der konzeptionellen Jugendarbeit wird uns das Kinderdorf in Zukunft begleiten.” Der Kooperationsvertrag, der die Zusammenarbeit des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes mit der Stadtverwaltung regelt, wurde am Montag, dem 16. Mai 2011 im Künzelsauer Rathaus unterzeichnet. Bürgermeister Stefan Neumann, Heinrich Schüz und Wolfgang Bartole, beide Mitglieder des Vorstandes des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes e.V. haben das Vertragswerk mit ihren Unterschriften besiegelt. Die Stadtverwaltung Künzelsau nimmt gemeinsam mit dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf ein Konzept in Angriff, zu dessen Entwicklung auch Dritte mit ins Boot geholt werden sollen. Heinrich Schüz: “Eine erfolgreiche Jugendarbeit setzt eine Zusammenarbeit der Stadtverwaltung, den politischen Gremien, Kooperationspartnern, Entscheidungsträgern und Organisationen der Jugendarbeit voraus. Wir verstehen Jugendarbeit als einen gemeinsamen Prozess in der Kommune und nicht nur als eine Aufgabe von einem oder wenigen pädagogischen Spezialisten.”
Auf diesen Grundlagen soll die Jugendarbeit der Stadt Künzelsau weiterentwickelt werden. Von Seiten des Albert-Schweitzer-Kinderdorfes wird also in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, Vertretern des Gemeinderates und Institutionen die bisherige Konzeption vorangebracht werden. Von jeder Gemeinderatsfraktion oder Gruppierung wird von Anfang an ein Vertreter in die konzeptionelle Entwicklung der Jugendarbeit in Künzelsau mit einbezogen. Der Gemeinderat hat am 19. April 2011 beschlossen hier folgende Stadträte einzubinden: Verena Löhlein-Ehrler (CDU), Martin Probst (SPD), Hans-Peter van Dorp (Die Freien), Marion Dümmler (FfK) und Sabine Janny (UBK). Auch Sley Segger-Bornemann vom Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V. wird mitwirken. Sie war einige Jahre Jugendhausleiterin in Künzelsau und kennt die Gegebenheiten.
Sley Segger-Bornemann wird außerdem den Entwicklungsprozess eines Gesamtkonzeptes “Jugend und Soziales” in Künzelsau begeleiten. Der Prozess soll sich umfassend verschiedenen Ebenen der Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen annehmen. Neben den beiden städtischen Jugendhäusern in Künzelsau und im Wohngebiet Taläcker, sollen alle Einrichtungen, die Jugendarbeit in der Stadt machen angesprochen und eine Zusammenarbeit angestrebt werden: Kirchen, Vereine und weitere in der Jugendarbeit Aktive. Auch Projektangebote und Kooperationen mit den Grundschulen könnten ein möglicher Bestandteil der Arbeit eines Arbeitskreises “Jugend und Soziales” sein.
Der Gemeinderat hat am 19. April 2011 die Stadtverwaltung ermächtigt, eine entsprechende Vereinbarung mit dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V. abzuschließen und der Kooperation zugestimmt.
Die Stelle der Jugendhausleitung ist seit Februar 2011 nicht besetzt. Das Jugendzentrum Künzelsau wird zur Zeit betreut von Olga Lindt, die seit 1998 als Fachkraft in der Jugendarbeit bei der Stadtverwaltung beschäftigt ist. Sie erhält übergangsweise Unterstützung von einer Erzieherin. Das Jugendblockhaus ist allerdings momentan nicht geöffnet. Die Jugendlichen sind eingeladen, die Angebote im Jugendzentrum Künzelsau wahrzunehmen.
Der Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V. ist ein gemeinnützig anerkannter Träger der Jugendhilfe und sehr erfahren in der Jugendarbeit. Für vier Städte und Gemeinden des Hohenlohekreises (Kupferzell, Waldenburg, Neuenstein und Pfedelbach) leistet das Albert-Schweitzer-Kinderdorf e.V. Waldenburg bereits Jugendarbeit. Das geschieht mit Hilfe von Jugendreferenten, die beim Kinderdorf angestellt sind.
So ist das auch in Künzelsau geplant. Das Kinderdorf wird zunächst die Stelle eines Jugendreferenten / einer Jugendreferentin ausschreiben und eine Fachkraft einstellen. Der Stelle sollen die Aufgabenbereiche Jugendhausleitung, Gemeinwesenarbeit, Aufsuchende Jugendarbeit, Ganztagesangebote an der Grundschule Taläcker und Gremienarbeit zugeordnet werden.
Mitteilung von:
Elke Sturm
Stadtverwaltung Künzelsau
Stuttgarter Straße 7
74653 Künzelsau
Tel. +49 7940 129-120
Fax +49 7940 129-123
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