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Landkreis Heilbronn mit 1200 neuen Arbeitsplätzen in der Industrie
Dieser Eintrag stammt von admin Am 3.4.2007 @ 10:44 In Verwaltung, Industrie, Allgemein | Kommentarfunktion deaktiviert
Stuttgart/Heilbronn. Der konjunkturelle Aufschwung in 2006 hat die Südwestindustrie spürbar beflügelt. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes erzielten die Industriebetriebe im vergangenen Jahr mit nominal 284 Milliarden Euro einen neuen Umsatzrekord. Die Umsatzsteigerung fiel mit 22,1 Mrd. Euro beachtlich aus (8,4 Prozent). Gleichzeitig stieg der Exportanteil auf 48,1 Prozent an und erreichte damit gleichfalls einen neuen Spitzenwert. Günstige Signale gab es auch für die Beschäftigung in der Industrie: Der seit 2002 anhaltende Personalabbau hat deutlich an Umfang und Tempo verloren. Mit im Jahresdurchschnitt 1.196.800 Beschäftigten gingen landesweit 4.700 Arbeitsplätze in den Industriebetrieben verloren (‑ 0,4 Prozent). Zum Vergleich: In den Vorjahren baute die heimische Industrie jährlich zwischen 10.000 und 30.000 Arbeitsplätze ab.
Beschäftigten- und Umsatzentwicklung haben sich in den 44 Stadt- und Landkreisen recht unterschiedlich niedergeschlagen. In 26 Kreisen ist entgegen dem allgemeinen Landestrend der Beschäftigtenstand angestiegen. Dort schaffte die Industrie insgesamt 8 500 neue Arbeitsplätze. Zu den Gewinnern mit einer positiven Beschäftigtenbilanz zählen vor allem die Landkreise Heilbronn (1 200 Personen), Biberach (900), Tuttlingen (800), Bodenseekreis und Schwäbisch Hall (jeweils 600). Auf der Verliererseite mit hohen Beschäftigtenverlusten stehen in erster Linie die Landeshauptstadt Stuttgart ( ‑ 4 200) und die hier angrenzenden Landkreise Böblingen ( ‑ 3 200) und Esslingen ( ‑ 1 700). In diesem industriellen Kernraum des Landes gingen somit 9 200 Industriearbeitsplätze verloren.
Ein Drittel der Industriebeschäftigten im Südwesten konzentriert sich allein auf 7 Kreise. An der Spitze der beschäftigungsstärksten Kreise mit mehr als 50 000 Industriebeschäftigten stehen die Landeshauptstadt Stuttgart (71 900) und deren Nachbarlandkreise Böblingen (67 400), Esslingen (63 800) und Ludwigsburg (53 700).
Die Landeshauptsstadt Stuttgart und der Stadtkreis Mannheim sowie die Landkreise Böblingen, Heilbronn, Esslingen, Rastatt, Ortenaukreis und Ludwigsburg sind mit jeweils über 10 Mrd. Euro die umsatzstärksten Kreise im Südwesten.2) Zusammen entfallen auf diese 8 Kreise über 44 Prozent der gesamten Industrieumsätze. Mit klarem Abstand stehen hierbei der Landkreis Böblingen (32,9 Mrd. Euro) und die Landeshauptstadt Stuttgart (21,3 Mrd.) an der Spitze. Eine positive Entwicklung der Industrieumsätze verzeichneten in 2006 alle Stadt- und Landkreise im Land. Am stärksten fiel der Umsatzanstieg in den Landkreisen Böblingen mit einem Plus von 4,1 Mrd. Euro und Heilbronn (1,6 Mrd.) aus. Die enorme Bedeutung des Auslandsgeschäfts für die Südwestindustrie spiegelt sich auch in der regionalen Betrachtung wider: In bereits 9 Kreisen liegt die Exportquote über 50 Prozent. Die höchsten Exportquoten werden im Landkreis Böblingen (71,3 Prozent) und in der Landeshauptstadt Stuttgart (60,1 Prozent) erreicht.
Mittteilung von:
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Böblinger Straße 68
70199 Stuttgart
Pressestelle: Herr Ratering
Telefon : 0711/641-2451
pressestelle@stala.bwl.de
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