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Ausbildungspakt in der Region Heilbronn-Franken erfolgreich
Dieser Eintrag stammt von admin Am 30.1.2007 @ 19:03 In Bildung, Verwaltung | Kommentarfunktion deaktiviert
Heilbronn-Franken. Für das Jahr 2006 zogen am 30. Januar die Partner des Ausbildungspaktes in der Region Heilbronn-Franken eine insgesamt positive Bilanz: Die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse konnte 2006 stark gesteigert werden. Durch erfolgreiche Nachvermittlungsaktionen konnte allen 515 unversorgten Bewerbern qualifizierte Angebote unterbreitet werden.
Zum Ende des Jahres 2006 waren in der Region Heilbronn-Franken 7 651 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse verzeichnet. Eine Steigerung von 353 Ausbildungsplätzen oder 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während bei der IHK, in der Hauswirtschaft, Landwirtschaft sowie im öffentlichen Dienst teils deutliche Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen waren, ist die Anzahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse bei der HWK sowie bei den freien Berufen leicht zurückgegangen.
Allen Jugendlichen wurden Angebote unterbreitet
Zum 30. September 2006 hatten die Agenturen für Arbeit in der Region noch 515 unvermittelte Jugendliche registriert. Dank umfangreicher Nachvermittlungsaktionen der Arbeitsagenturen konnten diesen Jugendlichen bis Jahresende jeweils mehrere unterschiedliche Angebote gemacht werden. „Wir sind froh, dass wir allen Bewerbern, die zum Ausbildungsbeginn im Herbst zunächst keine Stelle hatten, sowohl betriebliche als auch überbetriebliche Ausbildungsplätze wie auch Praktikumsplätze, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen und nicht zuletzt die Unterstützung unserer Fachkräfte anbieten konnten“, so Martin Diepgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Heilbronn.
Einstiegsqualifizierungen wirken
Viele Jugendliche begannen im Herbst 2006 wieder in Einstiegsqualifizierungen. 637 Praktikumsplätze hatten IHK und HWK hierfür 2006 eingeworben. Beinahe doppelt so viel wie in den Paktzielen vereinbart. Besonders erfreulich dabei: Nach Untersuchungen der IHK gelangen 73 Prozent der Praktikanten im Anschluss in ein Ausbildungsverhältnis oder in Beschäftigung. Diese Einstiegsqualifizierungen erfüllen dabei ihren Zweck als Türöffner zur Ausbildung oder in die Arbeitswelt.
Modellprojekt Berufseinstiegsjahr
Um die Chance auf Ausbildung noch einmal zu erhöhen wurde zudem in einem Modellprojekt an vier Schulen der Region ein Berufseinstiegsjahr (BEJ) eingeführt. Anders als im Berufsvorbereitungsjahr verfügen alle der 192 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am BEJ bereits über einen Hauptschulabschluss. Während des einjährigen BEJ werden sie theoretisch und praxisorientiert auf einen Beruf vorbereitet. Dabei müssen sie auch ein mindestens 90-tägiges Praktikum in einem Unternehmen absolvieren.
Karlheinz Härpfer, Schulleiter der Peter-Bruckmann-Schule Heilbronn ist mit seiner Schule am Modellprojekt beteiligt. Er wird dabei von der IHK und der HWK unterstützt. Sein erstes Zwischenfazit: „Unser Ziel ist es, mit dieser neuen Schulart die Berufsreife zu fördern und damit die Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen. Daher werden die Fächer Deutsch und Mathematik mit einer höheren Stundenzahl unterrichtet und die Förderung der Sozial- und Projektkompetenz in einem eigenen Fach gewürdigt. Weiterhin führt ein Praktikum zur Teilqualifikation. Auf diese Weise haben schon mehrere Jugendliche bereits heute die Zusage für einen Ausbildungsplatz. Ich bin mir sehr sicher, dass die Summe all dieser Maßnahmen zu attraktiveren Bewerbern für die Ausbildungsbetriebe und damit auch zu mehr Ausbildung führt.“
Pakt als Motor für Innovationen
Mitte 2004 war der regionale Ausbildungspakt gestartet worden. Nach dem dritten Paktjahr ziehen IHK und HWK eine insgesamt sehr positive Bilanz. „In den drei Jahren haben wir beispielsweise gemeinsam insgesamt 1 390 (794 IHK und 596 HWK) erstausbildende Betriebe gewonnen“, freut sich HWK-Hauptgeschäftsführer Gerhard Pfander. Der Pakt habe sich zudem als Motor für Innovationen im Berufsbildungsbereich erwiesen, ergänzt IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger: „Die Einstiegsqualifizierung, der Fachhelfer oder die Anmeldekarte für Azubis sind Projekte, die wir in dieser Zeit erfolgreich eingeführt haben.“
Trotz der guten konjunkturellen Entwicklung werden die Paktpartner in ihren Anstrengungen für mehr Ausbildung nicht nachlassen. So hat etwa die IHK Betriebe mit bis zu 20 Mitarbeitern auch 2007 und 2008 von den Ausbildungsgebühren befreit. Denn, so Metzger: „Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft.“ Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken hat die Eintragungsgebühr für Lehrverträge ganz abgeschafft, um ein positives Zeichen für die in der Ausbildung engagierten Betriebe zu geben.
Mitteilung von:
Industrie- und Handelskammer Heilbronn Franken
Achim Ühlin
Leitung Public Relations
Ferdinand-Braun-Strasse 20
74074 Heilbronn
Tel: (0 71 31) 96 77-106
Fax: (0 71 31) 96 77-117
uehlin@heilbronn.ihk.de
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