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Beschäftigtenabbau im Baugewerbe kommt fast zum Stillstand

Dieser Eintrag stammt von admin Am 5.2.2007 @ 11:14 In Industrie, Allgemein | Kommentarfunktion deaktiviert

Stuttgart. Zahl der gewerblich Auszubildenden steigt erstmals nach zehn Jahren wieder an
Der seit Jahren andauernde Rückgang der Beschäftigten- und Betriebszahlen im Bauhauptgewerbe (Vorbereitende Baustellenarbeiten, Hoch- und Tiefbau) ist 2006 nahezu zum Stillstand gekommen. Nach den Ergebnissen der vom Statistischen Landesamt durchgeführten Totalerhebung, zu der alle Betriebe der Branche meldepflichtig sind, waren in Baden-Württemberg im Bauhauptgewerbe zum Stichtag Ende Juni 2006 rund 85 700 Personen in annähernd 7 100 Betrieben tätig. Das waren nahezu 350 Personen und rund 70 Betriebe weniger als ein Jahr zuvor.

In den Jahren 2005 und 2004 hatte das Beschäftigtenminus gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis circa 4 400 bzw. 6 600 betragen. Die Zahl der Betriebe war um 200 bzw. um annähernd 320 zurückgegangen. Die Stabilisierung im Jahr 2006 ist auf die in diesem Jahr insgesamt wieder bessere Baukonjunktur zurückzuführen, die sich auch in einem kräftigen Auftragseingangs- und Umsatzplus zeigt.

Die Perspektive für die Beschäftigten des Bauhauptgewerbes hat sich demnach deutlich verbessert und zudem bilden die Betriebe wieder stärker aus. Ende Juni 2006 meldeten die bauhauptgewerblichen Betriebe über 4 400 Personen, die in einem Ausbildungsverhältnis standen. Das waren rund 250 gewerblich Auszubildende mehr als Ende Juni 2005. Damit stiegen erstmals seit 10 Jahren die Ausbildungszahlen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahr wieder an. 30 Prozent der bauhauptgewerblichen Betriebe Baden-Württembergs beschäftigten zur Jahresmitte 2006 einen oder mehrere gewerblich Auszubildende.

Die weitere Betrachtung nach Beschäftigtengruppen zeigt, dass 2006 bei den hauptsächlich auf den Baustellen tätigen Berufsgruppen – das sind einerseits die Facharbeiter (einschließlich Meister und Polieren) andererseits die geringer qualifizierten Fachwerker – die Beschäftigtenzahlen nur unwesentlich niedriger als 2005 waren. Damit konnte erstmals der seit Jahren bei diesen Berufsgruppen festgestellte überdurchschnittliche Stellenabbau gestoppt werden. So waren im Bauhauptgewerbe Ende Juni 2006 rund 42 900 Facharbeiter und über 15 300 Fachwerker tätig (zum Vergleich 2005: über 43 000 Facharbeiter; nahezu 15 400 Fachwerker).

Am stärksten vom Arbeitsplatzabbau betroffen waren im Jahr 2006 die kaufmännischen und technischen Angestellten. Das Beschäftigtenminus betrug im Sommer 2006 gegenüber dem Vorjahr über 2 Prozent. Ende Juni 2006 zählten nahezu 17 700 Personen zu dieser Berufsgruppe (Ende Juni 2005: rund 18 100). Damit verlief der Beschäftigtenabbau bei den Angestellten des Bauhauptgewerbes erstmals wieder ungünstiger als in der Branche insgesamt.

Bei den übrigen etwa 5 300 Personen handelt es sich um tätige Inhaber sowie deren unbezahlt mithelfende Familienangehörige, deren Anzahl gegenüber 2005 unverändert blieb.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart


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